KEIN GUTES OBSTJAHR

Start in die Apfelsaison 2017 - kleine Ernte erwartet

Nachdem nur wenige Kirschen geerntet wurden, rechnen auch die Apfelanbauer mit einem geringen Ertrag. Auf etwa die Hälfte des langjährigen Mittels schätzen Experten die Apfelernte.
dpa
Die Apfelanbauer in Mecklenburg-Vorpommern erwarten in diesem Jahr die kleinste Ernte seit 26 Jahren.
Die Apfelanbauer in Mecklenburg-Vorpommern erwarten in diesem Jahr die kleinste Ernte seit 26 Jahren. Jens Büttner/Archiv
Kröpelin.

Die Obstanbauer in Deutschland rechnen in diesem Jahr nur mit halb so vielen Äpfeln wie im Vorjahr. Agrarminister Till Backhaus (SPD) erwartet für Mecklenburg-Vorpommern eine Ernte von rund 20.000 Tonnen Äpfel, der mit großem Abstand wichtigsten Obstsorte im Land. „Ein unglaublicher Rückschlag!”, sagte der Minister am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung der Apfelsaison in der Sonnländer Bio Obst GmbH in Kröpelin (Landkreis Rostock). Grund für die Ausfälle sind vor allem die Frostnächte während der Blüte.

Damit wird in diesem Jahr die kleinste Apfelernte seit 26 Jahren erwartet. Im Schnitt ernten die Obstplantagen in Mecklenburg-Vorpommern 36.000 bis 37.000 Tonnen Äpfel. Im Vorjahr gab es eine sehr gute Ernte mit rund 43.700 Tonnen.

In Mecklenburg-Vorpommern bauen etwa 35 Betriebe auf einer Fläche von 1500 Hektar Äpfel an. Das sind 3,5 Prozent der gesamten deutschen Baumobstfläche. Die Betriebe sind mit durchschnittlich 46 Hektar überdurchschnittlich groß. Nur Sachsen hat mit mehr als 60 Hektar pro Betrieb größere Einheiten. Bundesweit sind es nur 6 Hektar pro Betrieb.

In der etwa 140 Hektar großen Obstanlage in Kröpelin werden nach eigenen Angaben Bio-Äpfel industriell für die Produktion von Saft angebaut. Hauptsächlich werden Äpfel der Sorte „Seestermüher” angebaut. Zudem baut das Unternehmen Bio-Holunder an.

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