ERNEUERBARE ENERGIE

Startschuss für weiteren Offshore-Windpark vor Rügen

Kürzlich hatte ein spanisches Unternehmen den Bau eines Offshore-Windparks vor Rügen angekündigt. Ein weiterer Park soll nun 15 Kilometer nordöstlich vor Kap Arkona entstehen.
dpa
Nach etwa zwei Jahren ohne Zubau von Offshore-Windkraftanlagen in deutschen Gewässern soll Arcadis Ost 1 laut Unternehmen
Nach etwa zwei Jahren ohne Zubau von Offshore-Windkraftanlagen in deutschen Gewässern soll Arcadis Ost 1 laut Unternehmensangaben als einer der ersten Offshore-Windparks ans Netz gehen. Bernd Wüstneck (Archiv)
Sassnitz ·

Vom Hafen Mukran auf Rügen aus soll künftig ein neuer Offshore-Windpark betrieben werden. Es handele sich um den echten Startschuss des Projektis, sagte Manfred Dittmer, Deutschland-Chef des Unternehmens Parkwind, vor der Vertragsunterzeichnung für ein Wartungs- und Betriebsgebäude am Mittwoch.

Der 257 Megawatt-Windpark Arcadis Ost 1 soll etwa 15 Kilometer nordöstlich vor Kap Arkona entstehen. Der Baubeginn ist für Anfang 2022 geplant. Die 27 Windenergieanlagen sollen ab 2023 Strom für bis zu 290 000 Haushalte erzeugen. Bei den eingesetzten Windenergieanlagen von Vestas handele es sich um die größten derzeit lieferbaren Anlagen. Bis zu 40 Mitarbeiter sollen den Windpark von Mukran aus überwachen, warten und steuern.

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Nach etwa zwei Jahren ohne Zubau von Offshore-Windkraftanlagen in deutschen Gewässern soll Arcadis Ost 1 laut Dittmer als einer der ersten Offshore-Windparks ans Netz gehen. Diese als Fadenriss bezeichnete Unterbrechung stelle heimische Unternehmen vor große Herausforderungen. Er wünsche sich für die Zukunft, dass mehr und größere Flächen für Offshore-Windkraft ausgeschrieben werden. Zudem sprach sich Dittmer dafür aus, dass die Politik der Offshore-Windkraft gegenüber etwa der Schifffahrt, der Fischerei oder dem Naturschutz eine größere Bedeutung einräumt, wenn sie tragende Säule der Energiewende sein soll.

Bei den Offshore-Bauarbeiten sollen statt Schiffen, die sich mit Standbeinen mit dem Meeresgrund verbinden, Schwimmkräne eingesetzt werden, um den Bau zu beschleunigen. Dafür ist auch das Spezialschiff „Orion” vorgesehen, das derzeit in Rostock liegt und von Liebherr mit einem neuen Kran ausgestattet werden soll. Der Kran an Bord des Schiffs war Anfang Mai 2020 bei einem Test beschädigt worden und abgeknickt.

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Erst Ende August hatte das Energieunternehmen Iberdrola den Pachtvertrag für einen Betriebsgelände in Mukran zur Wartung eines neuen Offshore-Windparks in der Ostsee unterzeichnet. Dieser soll Ende 2024 betriebsbereit sein.

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Kommentare (1)

ist dann unser Strom in MV, gerade hier an der Küste so teuer, und die staatlichen Umlagen so hoch? Wir zahlen im Vergleich zum Rest der Bundesrepublik die höchsten Strompreise. Das wäre doch mal ein Thema für den Nordkurier.