Usedom und Rügen

Überfüllte Straßen und Züge verhageln den Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Am Wochenende zeigte sich das Urlaubs-Land MV mal wieder von seiner hässlichen Seite. Vor allem Touristen auf den Inseln Usedom und Rügen standen lange im Stau.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Volle Straßen und volle Züge - Urlauber in MV kennen dieses Phänomen seit Jahren.
Volle Straßen und volle Züge - Urlauber in MV kennen dieses Phänomen seit Jahren. Stefan Sauer/NK-Archiv (links), NK-Archiv (rechts)
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Bergen.

Die schlechte Verkehrs-Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern hat am Wochenende zahlreiche Autofahrer in die Verzweiflung getrieben – betroffen waren vor allem Touristen, die übers lange Wochenende per Auto auf die Ostsee-Inseln Rügen und Usedom fuhren. Aber auch im Bahnverkehr kam es zu Problemen.

Im ungünstigsten Fall standen Auto-Urlauber am Sonntag zweieinhalb Stunden im Stau, noch ehe sie MV überhaupt wieder verlassen konnten. Wer etwa zur Mittagszeit von Usedom aus in Richtung Hamburg aufbrach, musste an beiden Insel-Brücken zunächst gut eine Stunde Stau erdulden, ehe er vor dem „Krater von Tribsees“ anderthalb weitere Stunden im Stau stand. Die Wartezeit hat sich damit trotz der Ende 2018 installierten Behelfsbrücke nicht verbessert.

Stau auf der Insel Rügen

Auch auf Rügen kam es wegen Bauarbeiten zu Staus im Bereich Bergen, wo derzeit noch Restarbeiten an der neuen B96 laufen. Der Verkehr zwischen Bergen und Samtens führt deswegen weiter über die alte Straße. Wegen der langwierigen Vollsperrung zwischen Bergen und Sassnitz bei Ralswiek kam es zudem im Osten der Insel zu inzwischen schon üblichen Wartezeiten.

Auch im Bahnverkehr gab es zeitweise massive Probleme auf den Bahnstrecken zwischen Berlin und der Ostsee – die Züge waren in mindestens einem Fall so überfüllt, das Fahrgäste zurückgelassen werden mussten. 

Die Infrastruktur-Probleme an Straßen in MV sind seit Jahren bekannt, insbesondere im Falle Usedoms und bei der B96 kommen Lösungen aber seit Jahren nicht aus der Planungsphase heraus. Das gleiche gilt für die Probleme im Bahnverkehr: Sie waren in den vorigen Jahren schon genauso aufgetreten - doch schon damals hieß es von der Bahn und dem zuständigen Verkehrsministerium unisono: Wir ändern nichts! Dennoch wächst der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter.

Kommentare (3)

Nein. Ich widerspreche: das ist sicherlich stressig, unangenehm und kein schönes Ferienende. Hässliche Seiten zeigt MV wenn besoffene Männergruppen auf dem Markt Wismars am Himmelfahrttag in Naziklamotten grölen und die Straßen unsicher machen. Gott sei Dank waren die so breit, dass es nicht zu verstehen war, was sie grunzten.

Schön, dass Sie widersprechen, aber das wird diejenigen, die von den Staus und den überfüllten Zügen der Deutschen Bahn betroffen waren, herzlich wenig interessieren. Und es wird diese Betroffenen auch wenig interessieren, dass es hier und dort Idioten gibt, wie Sie es beschrieben haben. Idioten gibt es überall! In MV, in Deutschland und weltweit. Linke Idioten, rechte Idioten, diverse andere Idioten. So ist das Leben und die Wirklichkeit. Haben Sie das schon mitbekommen? Übrigens, Ihre verbale Inkontinenz in Bezug auf "Nazis" ist mittlerweile bekannt. Das müssen Sie hier nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit "beweisen". In diesem Fall war es wieder mal unpassend, denn in dem Artikel ging es nur um andere Dinge. Anscheinend verursacht Ihre "Naziphobie" Wahrnehmungsstörungen!?

Ich kam als Tourist. Die vollen Straßen waren nervig, nicht hässlich. Es waren nun eben keine linksautonomen Steinewerfer, es waren keine h Straßengangs - es waren eben Nazis, die dort waren und den hässlichen Eindruck hinterlassen haben. Passt leider doch.