PERSEIDEN

Sternschnuppen-Spektakel am Nachthimmel über MV

Der Himmel über dem Nordosten soll auch in den Nachtstunden klar bleiben. Beste Bedingungen also um das Naturschauspiel der Perseiden zu beobachten.
Im Nordosten sind die Chancen für Sternengucker heute Nacht besonders gut.
Im Nordosten sind die Chancen für Sternengucker heute Nacht besonders gut. Patrick Pleul
Bei der suche nach Sternschnuppen helfen Ferngläser nur wenig.
Bei der suche nach Sternschnuppen helfen Ferngläser nur wenig. Ole Spata
Neubrandenburg.

Heute Abend sind die Sternschnuppen wieder zu sehen: Die sogenannten Perseiden, verdampfende Meteoriten, ziehen jedes Jahr Anfang August durch den Nachthimmel der Region. Das jährlich wiederkehrende Himmelsschauspiel steht zumindest im Nordosten Deutschlands unter einem guten Stern. Hier soll der Himmel auch in der Nacht klar bleiben, prophezeit der Deutsche Wetterdienst.

Flug durch die Kometentrümmer

Mehrere Dutzend Sternschnuppen pro Stunde lassen sich jedes Jahr um diese Zeit beobachten, wenn die Perseiden am Nachthimmel erscheinen. Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Perseus zu entspringen. Die wahre Ursache der Perseiden liegt jedoch an anderer Stelle: Auf ihrer Bahn um die Sonne fliegt die Erde „durch eine Wolke kleiner Kometentrümmerteilchen”, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn hinterlassen hat, schreiben die Sternfreunde. Er wurde 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. Für seine Reise um die Sonne benötigt er rund 133 Jahre. Das nächste Mal wird der Komet nach Astronomenberechnung im Jahr 2126 sichtbar sein.

Fernglas hilft nicht beim Beobachten

Mit 60 Kilometern pro Sekunde, das sind 216 000 Kilometer pro Stunde, sind die Perseiden recht schnell. Helle Objekte, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln, sind keine Seltenheit.

„Ein Fernglas oder Fernrohr hilft beim Beobachten wenig, da beide das Gesichtsfeld einschränken”, erklärte Manfred Gaida, Astrophysiker im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Erfolgreicher sei die Suche mit dem bloßen Auge und für Fotografen eine stabil und windsicher aufgestellte Kamera mit einem gut abbildenden Weitwinkel- oder einem sogenannten Fisheye-Objektiv.

Tipps für Sternschnuppen-Jäger

Ihr Tipp: Einen dunklen Beobachtungsposten wählen, diesen frühmorgens vor der Dämmerung beziehen – und einen Liegestuhl mitbringen. Darin lasse sich der Himmel gut beobachten. In welche Richtung man schaue, sei eigentlich egal: „Die Sternschnuppen ziehen quer über den ganzen Himmel.”

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