30 MILLIONEN EXTRA

Stiftung in Neustrelitz soll mehr Geld verteilen

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt in Neustrelitz bereitet ein Programm vor, um die Millionen aus dem „Aufholpaket” des Bundes auszuschütten.
Jan Holze leitet die Bundesstiftung, die vergangenes Jahr in Neustrelitz ihre Arbeit aufgenommen hat.
Jan Holze leitet die Bundesstiftung, die vergangenes Jahr in Neustrelitz ihre Arbeit aufgenommen hat. ZVG
Neustrelitz ·

Mit 30 Millionen Euro zusätzlich können Vereine und Initiativen rechnen, die nach dem Corona-Lockdown wieder in Schwung kommen wollen. Das Geld stamme aus dem so genannten „Aufholpaket“ der Bundesregierung, sagte Jan Holze, Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt in Neustrelitz. Mit dem Anfang Mai beschlossenen Paket will die Bundesregierung Kinder und Jugendliche unterstützen, durch die Corona-Pandemie entstandene Lernrückstände abzubauen. Gefördert werden können unter anderem zudem Ferienfreizeiten oder außerschulische Angebote.

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Sorge um das Ehrenamt nach Corona

Laut Holze arbeiten die inzwischen fast 40 Mitarbeiter der Stiftung mit Hochdruck an der Umsetzung des Programms. Möglich seien Angebote wie kleinere Festivals vor Ort, kreative Workshops für Kinder, Vereinscamps oder Seminare für neue Engagierte. „Wir müssen alle miteinander dafür Sorge tragen, dass unsere Vereins- und Verbandslandschaft auch nach Corona so bunt und vielfältig bleibt, wie wir sie kannten. Die zusätzlichen Mittel sind ein wichtiger Baustein dafür“, sagte er.

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Wie man an das Geld kommt ist noch nicht ganz klar

Holze nannte noch keinen Zeitpunkt für den Bewerbungsstart um die Hilfen aus dem 30-Millionen-Topf. Er empfahl allen Interessierten, in den kommenden Wochen regelmäßig auf die Homepage der Stiftung zu schauen, um den Beginn des Förderprogramms nicht zu verpassen. Eine weitere Möglichkeit zur Information sei der Newsletter.

Neben den zusätzlichen 30 Millionen Euro stehen der Stiftung in diesem Jahr weitere 30 Millionen Euro zur Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit zur Verfügung. Holze nannte als Schwerpunkte die Nachwuchssicherung und Digitalisierung des Ehrenamts sowie Hilfen für ländliche und strukturschwache Regionen. Die dafür notwendigen Förderrichtlinien würden derzeit vorbereitet.

Im vergangenen ersten Stiftungsjahr hatte ein mit 20 Millionen Euro gefüllter Fördertopf für Vereine und Initiativen einen derart großen Ansturm ausgelöst, dass nur rund zehn Prozent der Interessierten Geld erhalten haben. Darunter waren Projekte in MV aus Alt Käbelich, Demmin oder Torgelow. Aus Brandenburg wurden Projekte in Fürstenberg oder der Bürgerstiftung Barnim Uckermark unterstützt.

Stiftungsvorstand Holze kündigte an, dass angesichts der wachsenden Zahl von Aufgaben das Personal der Neustrelitzer Einrichtung weiter aufgestockt werden soll. Es bleibe beim Ziel von 75 Beschäftigten. Laut Holze stammen die meisten Mitarbeiter aus der Region. Die Arbeit in der Stiftung habe aber auch bereits dazu geführt, dass sich Familien unter anderem aus Karlsruhe oder Frankfurt/Main im Nordosten niedergelassen hätten.

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt war im Juli 2020 als bundesweite Anlaufstelle für Vereine und Initiativen an den Start gegangen.

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Kommentare (1)

Verschwiegen wird allerdings, daß diese Millionen zuvor den Steuersklaven abgepreßt wurden. Nutznießer werden wieder die üblichen herrschaftsnahen Zirkel sein.