Traum vom eigenen Motorrad
Stralsunder Knirps erobert die Speedway-Bahn

Jeden Dienstag trainiert der kleine Lukas auf der Speedwaybahn in Stralsund.
Jeden Dienstag trainiert der kleine Lukas auf der Speedwaybahn in Stralsund.
Ralph Sommer

Er ist erst vier und crosst schon über die Speedwaybahn. Der kleine Lukas zieht wöchentlich auf einem Mini-Motorrad seine Trainingsrunden auf der Aschenbahn.

Der kleine Lukas Nake hat ein klares Ziel: Er will Speedway-Profi werden. Mit gerade mal vier Jahren hat er sich für den Motorsport begeistert, und nun dreht er jeden Dienstag mit einem Mini-Motorrad auf der Aschenbahn des Stralsunder Paul-Greifzu-Stadions seine Trainingsrunden.

Trainer spricht von erstaunlichem Talent

In einem Alter, in dem viele Kids noch nicht einmal Fahrrad fahren, zeige der Kleine ein erstaunliches Talent, lobt sein Trainer Frank Krolzig. Er sei sicher unterwegs, halte auch in den Kurven die Balance und werde immer schneller. „Wenn er dabei bleibt, könnte der Verein MC Nordstern bald einen neuen Star in die Nachwuchs-Rennen schicken.“

„Ich will Profi werden“, hatte der Knirps im Sommer zu seinem Papa Sebastian gesagt, als beide einen Speedway-Wettkampf besucht hatten. Der Verein half, stellte ein kleines Motorrad zur Verfügung, doch bei der erforderlichen Schutzkleidung mangelte es.

Winzige Motorradhandschuhe kamen aus England

Ein passender Helm fand sich, auch eine Schutzbrille und einen Nackenschutz erwarb Mama Maria im Handel. „Weil es so kleine Motorradhandschuhe in Deutschland gar nicht zu kaufen gibt, haben wir sogar welche aus England bezogen“, sagt sie. Die provisorischen Stahlschutzschuhe hat Papa gebaut.

Doch Motorsport ist kein preiswerter Sport. Die Kosten laufen Lukas` Eltern, die als Betreuerin und Berufskraftfahrer tätig sind, aus dem Ruder. Spätestens zur nächsten Rennsaison im kommenden Jahr benötigt der Junge ein eigenes kleines Speedway-Krad. Auch Rennanzug und Knieschützer fehlen noch.

Eltern starten Sponsorenaufruf

Über Social Media hat die Familie deshalb einen Spendenaufruf gestartet, um dem Knirps seinen Traum zu verwirklichen. Das Ziel sind 500 Euro. Ein Teil davon soll auch als Zuschuss in die Fahrkosten gehen. „Wir würden den Kleinen auch gern mal zum Wettstreit nach Parchim mitnehmen, wo die erfolgreichen Drift Kids trainieren.“ Die ersten Sponsoren fanden die Idee toll und halfen schon mal mit 70 Euro.