SANIERUNG

Stralsunder Schill-Denkmal für 58.000 Euro erneuert

Das vor 110 Jahren in Stralsund eingeweihte Denkmal in Erinnerung an den preußischen Offizier Ferdinand von Schill (1776-1809) erstrahlt wieder in altem Glanz. Nur der Säbel fehlt weiterhin.
In altem Glanze erstrahlt nur wieder in Stralsund die drei Meter hohe Bronzestatue von Ferdinand von Schill.
In altem Glanze erstrahlt nur wieder in Stralsund die drei Meter hohe Bronzestatue von Ferdinand von Schill. Pressestelle Stralsund
Stralsund ·

Die Erneuerung der drei Meter hohen Bronzeskulptur und des zweieinhalb Meter hohen Sandsteinsockels des Schill-Denkmals in Stralsund dauerte ein Jahr.

Genau 110 Jahre nach seiner Aufstellung präsentiere sich der legendäre Freikorpsführer in den Schillanlagen am Rande der Stralsunder Altstadt nun wieder mit einem neuen Säbel und kämpferischem Blick, teilte die Stadtverwaltung mit. Zuletzt hatten Unbekannte im Jahr 2017 den Säbel gestohlen. Er tauchte nie wieder auf.

Husarenoffizier Ferdinand von Schill

Gewidmet ist das Denkmal dem preußischen Husarenoffizier Ferdinand von Schill, der am 31. Mai 1809 bei einem Angriff der napoleonischen Truppen in der Stralsunder Fährstraße ums Leben gekommen war. 100 Jahre später hatte die Stadt in der Nähe des Hansa-Gymnasiums das Denkmal eingeweiht.

Abgetrennter Kopf an Bonaparte geschickt

Schills Leichnam war nach einer Siegesparade auf dem Stralsunder St.-Jürgen-Friedhof verscharrt worden. Sein zuvor abgetrennter Kopf war als Trophäe an König Jerome Bonaparte geschickt worden.

Vor zehn Jahren war in Stralsund eine Totenmaske von Schill aufgetaucht, die ein Apothekenlehrling seinerzeit illegal angefertigt hatte. Ein Neustrelitzer Nachfahre des Apothekers hatte die Totenmaske dem Museum geschenkt.

Das Denkmal des Rostocker Rappers Marteria, das über Nacht aufgetaucht ist, ist hingegen nach nur zwei Tagen wieder verschwunden. Doch der Künstler hat schon eine Idee.

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