„Rassismus demaskieren!” steht auf den Bannern der Demonstranten. Sie wollen nicht von dem ehemaligen AfD-Landtaga
„Rassismus demaskieren!” steht auf den Bannern der Demonstranten. Sie wollen nicht von dem ehemaligen AfD-Landtagabgeordneten Ralph Weber unterrichtet werden. Max Lill
Die Demonstranten versammeln sich vor dem Greifswalder Audimax, wo Ralph Weber seine Vorlesung um 12 Uhr abhalten soll.
Die Demonstranten versammeln sich vor dem Greifswalder Audimax, wo Ralph Weber seine Vorlesung um 12 Uhr abhalten soll. Max Lill
Demonstration

Studenten protestieren gegen Ralph Webers Uni-Rückkehr

Der ehemalige AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber hält am Dienstag seine erste Vorlesung nachdem er die Politik wieder gegen die Uni eingetauscht hat. Nicht allen Studenten gefällt das.
Greifswald

Seit 11 Uhr läuft eine Demonstration gegen Professor Ralph Weber an der Universität Greifswald. Studenten protestieren gegen den umstrittenen Juristen, der bis vor kurzem noch für die AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern saß. Nachdem er den Wiedereinzug verpasste, kehrte er wieder an seinen alten Lehrstuhl an der Universität Greifswald zurück.

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Am Dienstag will er seine erste Vorlesung halten im ehrwürdigen Audimax in der Greifswalder Rubenowstraße. Dort versammeln sich die Demonstranten. Aus den Lautsprechern tönt „Wild Boys“, während sich die abgesperrte Straße vor dem Audimax mit Demonstranten füllt. Regenbogenfahnen und Schilder mit „Kein Recht für Recht“ und „Rassismus Demaskieren” sind zu sehen. Die Stimmung ist sehr friedlich.

50 Polizisten sichern die Demonstration

Rund 120 hatten sich bis 11.15 Uhr eingefunden. Die Polizei sichert das Gebäude und den Platz mit Absperrungen und ist mit etwa 50 Beamten im Einsatz.

Das Studierendenparlament hatte in einem Beschluss die Rückkehr Webers kritisiert. Nach früheren Angaben des Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta), Hennis Herbst, gibt es die Befürchtung, dass Studierende benachteiligt werden, die nicht in das Weltbild des Professors passen.

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Besorgnis bei den Studierenden könne Weber nachvollziehen, „insofern als die AfD nun verteufelt wird bei vielen”. Er habe den Studierenden das Gespräch angeboten. „Ich halte das sonst so wie ich es die 20 Jahre vor meiner Landtagszeit gehalten habe: Vorlesung und Politik sind strikt getrennt.” Auch nach Vorlesungen werde er sich an der Universität nicht politisch äußern.

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