Auch an der Ostsee in Warnemünde war es stürmisch, Fährverbindungen nach Dänemark fielen aus.
Auch an der Ostsee in Warnemünde war es stürmisch, Fährverbindungen nach Dänemark fielen aus. Jens Büttner
Wetter

Stürmisches Wochenende im Norden – erneut Warnung für Montag

Der Hamburger Fischmarkt teils überflutet, auf der Ostsee fallen mehrere Fähren aus: Eine Woche nach „Nadia“ gibt es wieder Sturmflutwarnungen – auch für den Wochenstart.
dpa
Rostock

Eine Woche nach Sturmtief „Nadia“ hat es erneut Sturm- und Sturmflutwarnungen für die norddeutschen Bundesländer gegeben – auch wenn diese zunächst nur kleinere Folgen hatten. Zum Wochenbeginn müssen sich die Menschen an der deutschen Nordseeküste wieder auf eine mögliche Sturmflut gefasst machen. Im gesamten Norden bleibt das Wetter laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ungemütlich mit Regen und starkem Wind.

„Die neue Woche startet wechselhaft“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. In den norddeutschen Bundesländern gebe es wegen eines Sturmtiefs über Skandinavien wechselnd bewölkten Himmel und immer wieder Schauer, teilweise auch Graupel. Der Wind bleibe kräftig mit möglichen Böen der Windstärke acht und stärkeren Sturmböen direkt an der Küste oder in höheren Lagen.

Anderthalb Meter über dem Mittelwert

Nach Vorhersage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vom Sonntag könnte der Wasserstand an der deutschen Nordseeküste Montagfrüh etwa eineinhalb Meter über den des Mittleren Hochwassers (MHW) steigen. Im Weser- und Elbegebiet könne es bis zu zwei Meter darüber steigen. An der Nordseeküste sprechen die Behörden ab 1,50 Meter über MHW von einer Sturmflut.

Wegen einer Sturmflut war am Samstagmorgen der Fischmarkt in Hamburg teils überschwemmt worden. Ein Auto musste nach Angaben eines Polizeisprechers abgeschleppt werden. Am Sonntag hatte es laut BSH deutlich erhöhte Wasserstände gegeben, zu einer Sturmflut sei es am Morgen jedoch nicht gekommen. In Hamburg hatte das Wetter bis zum Nachmittag zu rund 34 Einsätzen der Feuerwehr geführt. Dabei sei es vor allem um Gräben gegangen, die überzulaufen drohten. „Durch den Sturm waren einige Entwässerungsgräben verstopft“, so ein Sprecher. Das habe mancherorts zu überschwemmten Straßen geführt. „Aber nichts Dramatisches. Das war alles nur im Zentimeterbereich.“

Wegen vorhergesagten Sturms hatte die Reederei Scandlines mehrere Fährverbindungen auf der Ostsee zwischen Rostock und Gedser auf der dänischen Insel Falster für Samstagabend abgesagt.

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Bis zu zehn Grad tagsüber

Nach Angaben des BSH lagen auch die Pegelstände in Bremen, Cuxhaven und Nordfriesland Samstagfrüh ganz knapp über der Definition eines Hochwassers. Doch auch hier blieb es den Leitstellen der Polizei zufolge insgesamt ruhig.

Am Montagnachmittag soll sich das Wetter nach Aussage des DWD-Sprechers beruhigen. In der Nacht zum Dienstag kämen allerdings schon die Ausläufer eines weiteren Sturmtiefs mit Regen, aber auch milder Luft und Höchsttemperaturen von bis zu zehn Grad tagsüber. Die Nächte bleiben demnach frostfrei.

Am letzten Januar-Wochenende war Sturmtief „Nadia“ mit teils orkanartigen Böen über Norddeutschland gezogen und hatte für tausende Einsätze gesorgt. An der Nordseeküste und der Elbe hatte es zwei zum Teil schwere Sturmfluten gegeben. Der Fischmarkt in Hamburg war zweimal überflutet worden. Auch im Laufe der vergangenen Woche hatte es weitere Sturmfluten im Norden gegeben.

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