100 KLIMASCHUTZPROJEKTE

Succow-Stiftung feiert 20-jähriges Jubiläum

Der Greifswalder Biologe Michael Succow gehört zu den Vätern der ostdeutschen Nationalparks. Er wurde mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet und gründete mit dem Preisgeld eine Stiftung.
Ralph Sommer Ralph Sommer
Michael Succow, Vater der ostdeutschen Nationalparke und Träger des Alternativen Nobelpreises, unterstützt mit seiner Stiftung weltweit Umweltschutzprojekte.
Michael Succow, Vater der ostdeutschen Nationalparke und Träger des Alternativen Nobelpreises, unterstützt mit seiner Stiftung weltweit Umweltschutzprojekte. Stefan Sauer
Greifswald.

Vor 20 Jahren gründete der Greifswalder Biologe und Moorschutzexperte Michael Succow eine der ersten ostdeutschen Naturschutzstiftungen. Inzwischen fördert die nach ihm benannte Organisation Umweltprojekte in aller Welt.

Er gehört zu den Vätern der ostdeutschen Nationalparks und wurde 1997 für sein Umwelt-Engagement mit dem Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld gründete er die Michael-Succow-Stiftung, die am Freitag mit einem Festakt in Greifswald ihr 20-jähriges Jubiläum feiert.

Von der App-Erstellung bis zur Expedition

Die heute 30 Mitarbeiter zählende Stiftung habe bislang etwa 100 Klimaschutzprojekte in 15 Ländern gefördert, sagte eine Stiftungssprecherin. Die Leistungen der Greifswalder Experten reichten von der App-Erstellung, der Organisation von Expeditionen bis zur Förderung von Paludikulturen. Zur Bilanz gehörten die Ausweisung von 20 Schutzgebieten sowie die Wiedervernässung von 20.000 Hektar Moorflächen. Zudem übernahm die Stiftung selbst 1.400 Hektar in Eigenbesitz, um sie ökologisch zu schützen und zu entwickeln.

In Aserbaidschan zum Beispiel half die Succow-Stiftung bei der Ausweisung von neun Nationalparken und in Äthiopien bei der Ernennung des Tana-Sees als UNESCO-Biosphärenreservat. In Usbekistan unterstützte sie Landwirte bei der Umstellung von intensiver Landwirtschaft auf den nachhaltigen Anbau von Pistazien.

Auch Umweltprojekte in Vorpommern gefördert

Erfolgreich waren die Initiatoren auch in Russland bei der Restauration der weltweit größten Moorflächen, ein Projekt, das vor zwei Jahren von der UN-Umweltorganisation als eines von weltweit 19 Leuchtturm-Projekten ausgezeichnet wurde. Zudem förderte die Stiftung bislang mehr als 50 Nachwuchswissenschaftler, vornehmlich in Ländern der ehemaligen Sowjetunion mit Stipendien.

Aktiv ist die Stiftung auch in Vorpommern. So setzt sie sich in der Greifswalder Agrarinitiative für Naturschutz in der Landwirtschaft ein. Bei Lauterbach auf Rügen und bei Ludwigsburg machte sie Waldwildnis erlebbar.

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