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Suche nach Erdöl ohne Erfolg

CEP versucht an mehreren Bohrlöchern aus DDR-Zeiten Erdöl zu fördern.
CEP versucht an mehreren Bohrlöchern aus DDR-Zeiten Erdöl zu fördern.

Nach fünf Jahren und Investitionen im zweistelligen Millionenbereich ist nun Schluss. Die Erdölfirma CEP sucht nicht weiter nach Erdöl auf der Insel Usedom. Nun hofft CEP auf Öl von anderen Bohrstellen im Nordosten.

Die Erdölfirma Central European Petroleum GmbH (CEP) gibt die Suche nach Erdöl auf der Insel Usedom auf. Es habe sich herausgestellt, dass eine langfristig wirtschaftliche Förderung von Erdöl weder in Lütow noch in Pudagla gegeben sei, sagte CEP-Sprecherin Angela Lammers. Die Bohrstelle in Lütow sei seit Januar vollständig zurückgebaut worden. Die zweite Bohrstelle in Pudagla soll bis Mai zurückgebaut und renaturiert werden. Im vergangen Jahr hieß es noch, dass das Bohrloch in Pudagla erhalten bleiben soll.

Das Unternehmen hatte auf der Insel seit 2011 mit Probebohrungen nach förderfähigen Erdöllagerstätten gesucht. Dazu wurden die beiden Bohrungen rund 2700 Meter tief in die Erde getrieben. Nach Angaben der CEP-Sprecherin wurden insgesamt rund 30 Millionen Euro in die Probebohrungen auf Usedom investiert. „Es wäre schön gewesen, wenn wir ein anderes Ergebnis vorgefunden hätten", sagte Lammers. Erdöl müsse von allein ins Bohrloch fließen. Wenn selbst unter dem Einsatz von Pumpen eine langfristige Förderung nicht möglich sei, lohne sich auch eine Testförderung nicht.

Wieder Testbohrungen in Barth

Die Bohrungen waren wegen befürchteter negativer Auswirkungen auf den Tourismus umstritten. Große Hoffnungen setzt CEP nun auf eine dritte Bohrstelle in Saal bei Barth. Dort wurde die Testförderung im Jahr 2014 unterbrochen. CEP will noch in diesem Jahr einen Antrag stellen, um dort die Testförderung fortzusetzen. Damit wolle das Unternehmen herausfinden, ob dort Erdöl langfristig förderbar sei. Ein Betriebsplan dazu werde vorbereitet.

Die CEP GmbH mit Sitz in Berlin ist eine 100-prozentige Tochter der 2006 kanadischen Central European Petroleum Ltd., finanziert von rund 210 Investoren aus Nordamerika und Europa. Das Unternehmen hatte 2007 begonnen, mit neuen Aufsuchmethoden in aus DDR-Zeiten bekannten Erdöl-Lagerstätten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nach Öl zu suchen. 

Zurzeit Erkundungen in Brandenburg

CEP hat Aufsuchungserlaubnisfelder von einer Fläche von 10 400 Quadratkilometer entlang bekannter Erdöl- und Erdgasvorkommen. Im Erfolgsfall wolle das Unternehmen dort Fördergenehmigungen beantragen. Derzeit ist die Firma mit Erkundungsbohrungen im Land Brandenburg beschäftigt.

In Lütow wurden seit 1965 nach Angaben des Bergamtes in MV rund 1,7 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Die Lagerstätte gilt als nahezu erschöpft. Das Unternehmen Gaz de France hatte nach der Wende die Förderung aus den alten DDR-Bohrlöchern fortgeführt. Die Förderzahlen sind aber rückläufig.

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