TIEF GISELA

▶ Surfer während Herbststurm in Seenot geraten

Die Polizei hat eine erste Bilanz zu Sturmtief Gisela ausgegeben. Dabei geht es auch um einen Rettungseinsatz für einen Surfer, der in Seenot auf dem Saaler Bodden geriet.
dpa
Sturmtief Gisela sorgte für hohe Wasserstände und entsprechenden Wellengang vielerorts, hier am Haffbad Ueckerm&uuml
Sturmtief Gisela sorgte für hohe Wasserstände und entsprechenden Wellengang vielerorts, hier am Haffbad Ueckermünde. Christopher Niemann
Born.

Gisela, der erste Herbststurm dieses Jahres hat im Landkreis Vorpommern-Rügen nur geringe Sachschäden verursacht. Es gab von Mittwoch zu Donnerstag vor allem wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste sieben Polizeieinsätze, wobei aber niemand verletzt wurde, wie die Polizei in Stralsund am Donnerstag mitteilte. Im Süden der Insel Rügen kollidierte ein Auto mit einem Ast auf der Straße, in Sassnitz fiel ein Ast von einem Baum auf zwei parkende Autos. Der Schaden wird auf 13 000 Euro geschätzt.

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Bei Born auf dem Saaler Bodden sorgte ein Surfer für einen Rettungs- und Polizeieinsatz. Dem 27 Jahre alten Freizeitsportler aus Nordrhein-Westfalen war beim Surfen der Gabelbaum gebrochen. Weil er manövrierunfähig war, rief die Begleiterin vom Ufer aus die Retter und die Polizei zu Hilfe, die aber nicht eingreifen mussten. Der Surfer konnte sich selbst an Land bringen, sein Segel samt Gabelbaum kam ihm dabei aber abhanden.

[Video]
 
Nach dem Hochwasser an der Ostseeküste wegen Sturmtief Gisela stehen an diesem Donnerstag die Schäden im Fokus. Besonders betroffen war in Mecklenburg-Vorpommern der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Dort wurde am Mittwoch wegen der steigenden Wasserstände die Alarmstufe 2 ausgelöst. Bei der zweiten von vier Alarmstufen sollten die Deiche auf Schäden kontrolliert werden, teilte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) mit.

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Kommentare (2)

ist eine treffende Überschrift. Anders als die Überschrift des Artikels. Der Surfer war nicht in Seenot, wie man im Artikel klar lesen kann. Seenot ist, wenn man ohne fremde Hilfe nicht überleben kann. Wikipedia sagt dazu:

"Seenot ist eine Situation, in der unmittelbare und ohne fremde Hilfe unabwendbare Gefahr für die Gesundheit oder das Leben von Besatzung oder Passagieren eines Wasserfahrzeugs, z. B. durch Untergang oder andere Havarien, auf See droht"

Zumindest schien der Surfer temporär in Gefahr gewesen zu sein- manövrierunfähig kann je nach Situation definitiv eine unabwendbare Gefahr für die Gesundheit darstellen, z.B. Unterkühlung etc.
Ihr Wikipedia Zitat beinhaltet sowohl die Gesundheitsgefährdung als auch Gefährdung des Lebens. Wo genau liegt der NK da falsch?
Als erfahrener Surfer sollte man bei Sturm schlicht nicht aus Wasser, da gerade die Böen schneller ausgedacht Unfallquelle sind.
Glück für den Surfer das außer einem Materialschaden nichts passierte und umsichtig von der Begleitung zur Sicherheit Verstärkung geholt zu haben. Auf dem Wasser zählen manchmal Minuten.
Aber schön, wenn es Menschen gibt die Phantasiekonstrukte, wie Nordwissen als Parameter konstruieren.