VEREINZELT ENGPÄSSE

Tankstellen im Nordosten geht wieder das Benzin aus

Die Probleme mit der Pipeline „Druschba“ treiben nicht nur die Preise an den Zapfsäulen in die Höhe, mitunter geht der Sprit dort sogar ganz aus.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Bei Star in Grimmen gab es zeitweise nur Diesel und Super E10.
Bei Star in Grimmen gab es zeitweise nur Diesel und Super E10.
Neubrandenburg.

In den vergangenen Tagen ist an einigen Tankstellen im Nordosten wieder das Benzin ausgegangen. Unter anderem der Tankstellen-Betreiber Orlen („Star“) räumte die zeitweiligen Versorgungsprobleme ein – und begründete sie mit der Störung der Druschba-Pipeline aus Russland, die in Schwedt endet und durch die etwa ein Drittel aller deutschen Rohöl-Importe fließt. Die Pipeline ist wegen Verunreinigungen seit Ostern geschlossen.

Laut Orlen sind deswegen die Lagerbestände in mehreren Raffinerien gesunken: „Diese Situation betrifft die gesamte Branche und Industrie. Aufgrund dessen kann es an vereinzelten Tankstellen im Nordosten Deutschlands zu temporären Lieferengpässen bei einzelnen Kraftstoffsorten kommen.“ Die Lage sei insgesamt aber nicht besorgniserregend, hieß es sowohl von Tankstellen-Betreibern als auch vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV).

Vom MWV hieß es allerdings auch, die Pipeline sei nach aktuellem Kenntnisstand nach wie vor an der polnisch-weißrussischen Grenze dicht: „Auf deutscher Seite ist es in nunmehr zweieinhalb Wochen gelungen, Engpässe bei der Versorgung von Wirtschaft und Verbrauchern mit Kraft- und Brennstoffen zu vermeiden.“ Weiter erklärte ein Sprecher des MWV: „Die Branche arbeitet mit Hochdruck daran, die Versorgung mit Mineralölprodukten aufrechtzuerhalten.”

Wann die Probleme, die auch den Spritpreis nach oben treiben, ein Ende haben, lasse sich aber noch nicht absehen.

zur Homepage