Nach Bluttat vor Imbiss

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Toter Tatverdächtiger auf Rügen gefunden

Während die Mordkommission wegen einer versuchten Tötung vor einem Döner-Imbiss in Blankenfelde-Mahlow ermittelt, wurde die Leiche des Tatverdächtigen auf der Insel Rügen gefunden.
Während die Mordkommission wegen einer versuchten Tötung vor einem Döner-Imbiss in Blankenfelde-Mahlow ermittelt, wurde die Leiche des Tatverdächtigen auf der Insel Rügen gefunden.

Bei Sassnitz auf der Insel Rügen wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Er soll zwei Tage zuvor versucht haben, einen anderen Mann vor einem Döner-Imbiss in Blankenfelde-Mahlow zu töten.

Nach den Schüssen auf einen 49-Jährigen in Blankenfelde-Mahlow (Landkreis Teltow-Fläming) wurde ein Tatverdächtiger auf Rügen tot aufgefunden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Donnerstag mit.

Demnach liegen derzeit kein Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden bei dem 63-Jährigen vor. Seine Leiche wurde am Donnerstag gegen 9.30 Uhr nahe Sassnitz gefunden. Zuvor hatte der Radiosender „Ostseewelle” berichtet, ein 63-Jähriger habe sich mit einer Schrotflinte nahe Gager auf Rügen getötet.

Bluttat vor Döner-Imbiss

Der 49-Jährige war am Dienstagabend vor einem Döner-Imbiss niedergeschossen und schwer verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Zuvor soll es vor dem Laden zwischen zwei Menschen aus unbekannten Gründen zu einem Streit gekommen sein. Einer der beiden fuhr daraufhin mit einem Auto weg. Die andere Person setzte sich zu dem 49-Jährigen und einem weiteren Unbeteiligten auf die Terrasse vor den Imbiss. Gegen 19.50 Uhr soll der Täter mit dem Wagen zurückgekommen sein und aus dem Auto heraus mit einer Schusswaffe auf die Dreiergruppe gezielt haben.

Die Mordkommission hatte Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt aufgenommen.

Im Normalfall berichtet der Nordkurier nicht über Selbsttötungen. Ausnahmen bilden unter anderem Fälle, die sich in der Öffentlichkeit abspielen bzw. die Öffentlichkeit gebeten wurde, bei der Suche zu helfen.

Wer Selbstmordgedanken hat, sollte sich bitte an die Telefonseelsorge wenden. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und 24 Stunden am Tag unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Der Anruf taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.