VOGEL-PLAGE

Tauben dürfen in Rostock nicht mehr gefüttert werden

In Rostock werden Tauben immer mehr zur Plage. Die Stadt reagiert jetzt darauf: Wer die Tiere füttert, muss mit einer gehörigen Geldstrafe rechnen.
Tauben werden in der Rostocker Innenstadt mehr und mehr zu einem Problem.
Tauben werden in der Rostocker Innenstadt mehr und mehr zu einem Problem. Norbert Warmbier
Rostock.

Tauben werden in der Rostocker Innenstadt mehr und mehr zu einem Problem. Das Rathaus hat jetzt genug. So soll noch in diesem Jahr das Füttern der Tiere verboten werden. Wer dennoch dabei erwischt wird, soll bestraft werden. Satte 5000 Euro Buße drohen, heißt es der Ostsee-Zeitung zufolge.

Dabei soll es dem Veterinäramt zufolge nicht mal mehr Tauben als vor 20 Jahren in Rostock geben. 5000 lautete damals die Schätzung. Inzwischen dürften es eher noch weniger sein, heißt es. Dennoch entwickelten sich die Vögel zur Plage. Und Schuld daran ist der Mensch selbst: Eine Bürgerin füttert Tauben systematisch im Bereich der Marienkirche und am Universitätsplatz, sagte Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD).

Aus diesem Grund vermehren sich die Tiere auch besonders in diesen Bereichen. Aus rund 70 Tauben rund um die Uni seien in den vergangenen zwei Jahren knapp 300 geworden, so der Ordnungssenator. Darüber dürften sich die Bewohner nur bedingt freuen. Schließlich frisst sich der Kot der Tauben relativ leicht durch das Gestein von Häusern. Außerdem könnten die Exkremente laut Veterinäramt gefährliche Erreger wie Salmonellen und Chlamydien enthalten.

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Kommentare (1)

Tauben und Tauben muss man unterscheiden. Bei der hier abgebildeten Taube handelt es sich um eine Wildtaube, exakt: die Ringeltaube, die die größte und schwerste Taube in Europa ist.
Bei dem Verbot der Fütterung ist wohl zumeist die Fütterung von verwilderten Haustauben gemeint. Oder irre ich mich da? Eine Antwort würde mich freuen.