SANDSTURMGEFAHR

Tempolimits auf Autobahnen in MV erlassen

An mehreren Abschnitten der A20, der A19 und der A24 ist am Dienstag die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt worden. Grund ist die anhaltende Staubsturmgefahr.
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Angesichts der Sandsturmgefahr ist an mehreren Autobahnabschnitten in MV am Dienstag die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt worden.
Angesichts der Sandsturmgefahr ist an mehreren Autobahnabschnitten in MV am Dienstag die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt worden. Carsten Klehn
Schwerin.

Angesichts des trockenen und windigen Wetters und der damit einhergehenden Sandsturmgefahr ist an mehreren Autobahnabschnitten in MV am Dienstag die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt worden. Zudem seien Warnschilder mit den Hinweisen „Gefahrenstelle“ und „Sandsturm“ aufgestellt worden, teilte das Verkehrsministerium in Schwerin mit. So galt ab 11.30 Uhr auf der Autobahn 20 zwischen Strasburg und Pasewalk ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde. Dieses konnte jedoch am Nachmittag wieder aufgehoben werden – die Schilder bleiben dem Ministerium zufolge allerdings stehen.

Auch am Übergang zwischen den Autobahnen A19 und A24 am Dreieck Wittstock wurde das Tempolimit wegen möglicher Sandsturmentwicklung auf angrenzenden Flächen auf 80 Stundenkilometer reduziert. Auf der A24 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim ist die Höchstgeschwindigkeit wegen einer Baustelle bereits gesenkt. Dort wurden Hinweisschilder vorgezogen, um Autofahrer früher auf die sich ändernde Spurführung aufmerksam zu machen, so das Verkehrsministerium weiter.

Auch dort stehen Hinweisschilder, die auf mögliche Staubentwicklung aufmerksam machen. „Bei Wetterlagen, die eine Entstehung von Sandstürmen begünstigen, sind schnelle und wirksame Maßnahmen zur Aufrechthaltung der Verkehrssicherheit notwendig. Eine effiziente und zwischen allen Beteiligten koordinierte Aufgabenverteilung ist dazu unerlässlich“, sagte Verkehrsminister Christian Pegel. Auch am Mittwoch sollen verstärkt die Stellen, an denen die Autobahnen unmittelbar an Felder ohne Bewuchs grenzen, genau beobachtet werden. „Damit ist die Autobahnverwaltung in der Lage, sofort auf auftretende Gefahrensituation zu reagieren“, so Pegel weiter.

Der Verkehrsminister appellierte zudem an die Autofahrer: „Fahren Sie vorausschauend und seien Sie hinter Waldrändern und an offenen Feldern besonders aufmerksam. Und beachten Sie bitte die Durchsagen des Verkehrsfunks.“

Am Dienstagvormittag hatte ein Sandsturm den Ort Zecherin bei Wolgast in ein Wüstengebiet verwandelt.

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Kommentare (1)

die den Sand aufhalten könnten. Hoch und heilig versprochen aber nie gepflanzt!