VIEHTRANSPORT VERUNGLÜCKT

Tierschützer retten nach A24-Unfall drei Ferkel

Auf der A24 zwischen Zarrentin und Wittenburg kippte ein Viehtransporter um. Zahlreiche Ferkel gelangten auf die Fahrbahn, einige flüchteten in den Wald.
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Felix, Helge und Knut haben den Unfall auf der A24 überlebt.
Felix, Helge und Knut haben den Unfall auf der A24 überlebt. Facebook "Land für Tiere"
Die drei Ferkel sind unzertrennlich.
Die drei Ferkel sind unzertrennlich. "Land der Tiere" Facebook
Bei dem Unfall waren zahlreiche Ferkel aus dem Viehtransporter gelangt.
Bei dem Unfall waren zahlreiche Ferkel aus dem Viehtransporter gelangt. Daniel Bockwoldt
Banzin.

Am Freitag war auf der A24 zwischen Zarrentin und Wittenburg ein Viehtransporter verunglückt. Ein Lastwagen und zwei Autos krachten in die Unfallstelle. Drei Menschen starben, zwei wurden verletzt. Der umgestürzte Viehtransporter war mit 600 bis 700 Ferkeln beladen: Einige von gelangten bei dem Unfall auf die Fahrbahn und mussten eingefangen werden. Viele Ferkel starben, verletzte Tiere wurden von ihren Leiden erlöst. Die unverletzten Ferkel wurden in ein Ersatzfahrzeug umgeladen.

Einigen Tieren gelang allerdings die Flucht. „Wir haben nach dem Unfall sicherheitshalber den Wald abgesucht“, so Jürgen Foß von der Stiftung Tiernothilfe, die das „Land der Tiere“ ganz in der Nähe der Unfallstelle betreibt. „Nach langer Suche sahen wir drei tief schlafende, eng aneinander gekuschelte Ferkel in einer Mulde aus Moos liegen.“ Zwei Retter konnten die drei kleinen Schweine einfangen.

Die Tiere wurden Felix, Helge und Knut getauft und leben nun im „Land der Tiere“ in Banzin. Nach Angaben der Tierschützer fressen die drei Ferkel Müsli „aus einer Schüssel, auch wenn drei da stehen”, schlafen eng aneinander gekuschelt und laufen niemals alleine herum. „Die kalte Nacht im Wald hätte jeder für sich alleine, ohne wärmenden Kumpel und ohne die Gesellschaft der anderen vielleicht nicht überlebt. Die richtige Entscheidung getroffen, zusammen zu halten”, heißt es auf der Facebook-Seite vom „Land der Tiere“.

Unterdessen wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Gefährdung des Straßenverkehrs gegen den 38 Jahre alten Fahrer des Viehtransporters ermittelt, der den Unfall ausgelöst hatte. Bei ihm sei ein Drogenvortest vorgenommen worden, der positiv ausgefallen ist. Eine Blutprobe stünde noch aus, hieß es am Montag von der Polizei.

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