Ralph Weber wird abgemahnt
Umstrittener AfD-Professor bleibt Fraktionsvize im Landtag

Die AfD-Fraktion schloss sich der Abmahnung Webers an.
Daniel Bockwoldt

Die AfD-Fraktion hat sich am Dienstag der Abmahnung Webers angeschlossen. Damit kommt er trotz seiner umstrittenen Äußerungen vorerst ohne Konsequenzen davon.

Der Greifswalder Jura-Professor Ralph Weber kommt vorerst ohne Knick in seiner politischen Karriere davon: Trotz seiner umstrittenen Äußerungen nach einer „biodeutschen Leitkultur“ bleibt er stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion in Schwerin. Am Abend schloss sich die Fraktion „vollinhaltlich“ einer Abmahnung Webers an, die bereits in der vergangenen Woche vom Landesvorstand der Partei in Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen wurde.

Weber hatte in einem Facebook-Eintrag gefordert, dass „Biodeutsche mit zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern“ für einen Fortbestand der deutschen Leitkultur sorgen müssten. Nachdem der Nordkurier über diesen Eintrag berichtete hatte, löschte Weber einige Formulierungen. Dessen ungeachtet distanzierte sich die Uni Greifswald von den Äußerungen.