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Report Mainz

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Unter Zuwanderern sollen tausende Intensivtäter sein

Ali B. hat gestanden, die 14-jährige Susanna getötet zu haben. Er hatte sich in den Irak abgesetzt und wurde dort von deutschen Sicherheitskräften festgenommen. 
Ali B. hat gestanden, die 14-jährige Susanna getötet zu haben. Er hatte sich in den Irak abgesetzt und wurde dort von deutschen Sicherheitskräften festgenommen.
Hasan Bratic

Wie viele Kriminelle kommen als Migranten nach Deutschland? Die Recherche des ARD-Politikmagazins gibt eine Antwort darauf, unter anderem für MV.

Laut dem ARD-Politikmagazin Report Mainz sollen sich unter Zuwanderer in Deutschland tausende Mehrfach- und Intensivtäter befinden. Das habe eine bundesweite Abfrage bei allen Landeskriminalämtern ergeben, meldet das Magazin am Dienstag. Die Recherche habe außerdem ergeben, dass es unter den Behörden keine einheitliche Definition gebe, wer nun ein mehrfach- oder Intensivtäter sei. Die Sendung wird am 12. Juni um 22.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Bayern und Nordrhein-Westfalen gaben an, dass in diesen Ländern die meisten besonders auffälligen oder straffälligen Ausländer erfasst wurden. In Bayern gebe es 7333 tatverdächtige Ausländer (Stand 2017), die mehr als zwei Straftaten begangen haben. 592 davon sind jeweils sieben Mal straffällig geworden. NRW gab 2054 mehrfachverdächtige Zuwanderer in der polizeilichen Kriminalstatistik für 2017 an.

So viele Tatverdächtige gibt es im Nordosten

Im Nordosten sind solche Zahlen bedeutend niedriger. Mecklenburg-Vorpommern antwortete dem Magazin, dass unter den Intensivtätern im Land 14 Asylbewerber seien. Brandenburg gab an, dass sechs Prozent aller Intensivtäter Zuwanderer seien. Das entspricht 51 Personen.

Der polizeilichen Kriminalstatistik für 2017 in Mecklenburg-Vorpommern zufolge beträgt der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen 16,9 Prozent, das entspricht 7617 Verdächtigen. Im Jahr zuvor waren es noch 24,7 Prozent. Der Rückgang sei " auf die Entwicklung bei den Straftaten gegen das Aufenthalts- Asyl- und Freizügigkeitsgesetz/EU zurückzuführen und Ausdruck der Migrationsbewegungen."

45.091 Tatverdächtige gab es der Kriminalstatistik insgesamt. 22,7 der Mehrfachtäter, also Personen mit zwei oder mehr Straftaten, sind demnach Zuwanderer.

Die Debatte um straffällige Zuwanderer oder Flüchtlinge wurde zuletzt hochemotional geführt, unter anderem im Bundestag. Der 20 Jahre alte Asylbewerber Ali B. sollte eigentlich schon abgeschoben sein. Jetzt wird ihm der Mord der 14 Jahre alten Susanna aus Mainz vorgeworfen. Er hat die Tat gestanden, nachdem deutsche Sicherheitskräfte ihn in seiner Heimat, dem Irak, festnahmen. Dorthin hatte der 20-Jährige sich abgesetzt.

Diese Länder gaben keine Antwort

Baden-Württemberg, das Saarland, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Berlin, Hamburg und Bremen konnten auf die Frage nach Intensivtätern unter den Zuwanderern keine Antwort geben. Statistiken dazu lägen nicht vor. Von Sachsen und Sachsen-Anhalt hat "Report Mainz" keine Antwort erhalten.

Die Gewerkschaft der Polizei kritisierte in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten zur Abschiebung. „Es ist immer wieder leichter, gut integrierte Familien abzuschieben als mögliche Mehrfach- und Intensivtäter, die sich der Abschiebung bewusst entziehen und untertauchen. Problematisch erweist sich auch die Zusammenarbeit mit manchen aufnehmenden Ländern, weil sie die Kriminellen nicht zurückhaben wollen”, teilte der Vorsitzende, Oliver Malchow, mit.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte eigentlich vor, am Dienstag seinen Plan für eine Asyl-Reform vorzustellen. Das Vorhaben wurde vorerst auf Eis gelegt, der sogenannte „Masterplan Integration” müsse noch abgestimmt werden, hieß es aus dem Kanzleramt.

Kommentare (1)

- nicht nur unter den Zuwanderern sind tausende Intensivtäter - des Deutschen Hauptfeind steht im eigenen Lager - mal alle Partein durchforsten!