a„Waren es zu Beginn vor allem die Kinder, die zu Hause krankheitsbedingt betreut werden mussten, sind es jetzt vermehrt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst“, so Sven Müller, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes VUMV.
„Waren es zu Beginn vor allem die Kinder, die zu Hause krankheitsbedingt betreut werden mussten, sind es jetzt vermehrt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst“, so Sven Müller, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes VUMV. Christin Klose/dpa
Firmen in Not

Unternehmen in MV beklagen immer mehr kranke Mitarbeiter

Der Krankenstand in den Firmen steigt. Eine ähnliche Entwicklung sei in den Vorjahren nicht zu beobachten gewesen. Der Chef des Unternehmerverbandes sieht darin vor allem einen Grund.
dpa
Schwerin

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern nehmen eine steigende Zahl an Krankheitsfällen wahr. „Wir hören aus allen Ecken des Landes, dass die Krankenstände in den Unternehmen zunehmen“, sagte Sven Müller, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes VUMV in Schwerin. „Waren es zu Beginn vor allem die Kinder, die zu Hause krankheitsbedingt betreut werden mussten, sind es jetzt vermehrt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst“, so Müller.

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Ausgelöst werde der hohe Krankenstand durch unterschiedliche Infektionswellen. Müller machte jedoch auch die schwindende Bereitschaft der Bevölkerung verantwortlich, Infektionsschutzmaßnahmen wie Abstand, Hygienemaßnahmen und Masken einzuhalten.

Laut dem Gesundheitsministerium registrieren die Hausärzte im Nordosten aktuell vor allem eine steigende Zahl an Atemwegsinfekten. Das hierfür eingerichtete Monitoring des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat in seinem aktuellen Wochenbericht für die letzte Novemberwoche bereits einen deutlichen Anstieg ausgewiesen.

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Von hochgerechnet knapp über 40.000 landesweiten Fällen in der Vorwoche stieg die prognostizierte Zahl der Patienten mit Atemwegsinfekten in der Woche vom 21. November auf mehr als 70.000. Für rund die Hälfte dieses Anstiegs sind den Angaben nach Rhinoviren, das RS-Virus und Influenza verantwortlich.

Auch die Zahl der Arztbesuche stieg dem Lagus zufolge im selben Zeitraum deutlich um rund 56 Prozent auf mehr als 4700. Eine ähnliche Entwicklung sei in den Vorjahren nicht zu beobachten gewesen.

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