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Hochwasser

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Unwetter setzte den Norden unter Wasser

Blitze zuckten am Herrentags-Abend unter anderem über Gützkow.
Blitze zuckten am Herrentags-Abend unter anderem über Gützkow.
Thomas Buth

Sonnig hatte der Vatertag begonnen, dann krachte es: Unwetter mit starkem Regen hielten die Feuerwehren in Hamburg und Schleswig-Holstein in Atem. In MV brannte ein Windrad.

Zerstörte Häuser und Autos, vollgelaufene Keller: Das starke Unwetter am Vatertag hat in Teilen Hamburgs und Schleswig-Holsteins große Schäden angerichtet. In Mecklenburg-Vorpommern verlief das Unwetter nach jetzigem Stand dagegen ruhig ab.

Normales Gewitter über MV

So wurden bisher aus Neubrandenburg und Umgebung keine Schäden gemeldet. Der zuständige Amtswehrführer für Altentreptow und Umgebung sagte, dass in der Nacht auf Freitag wohl auch hier Ruhe herrschte. Keine Wehr musste ausrücken, weil irgendetwas überflutet war oder unter Wasser stand.

Über den Raum Feldberg, Neustrelitz und Mirow zog nach bisherigem Kenntnisstand ein ganz normales Gewitter – ohne Starkregen, Hagel, Sturm oder ähnliches. Ein solches ließ die Blitze auch im Bereich Demmin zucken, ohne dabei größere Schäden anzurichten. Auch aus den Bereichen Malchin und Teterow wurden keine Unwetterschäden gemeldet. Ebenso ruhig blieb es auch an der Haff-Küste.

Unweit von Bergholz nahe Löcknitz ist jedoch eine Windkraftanlage in Brand geraten – offenbar verursacht durch einen Blitzeinschlag.

Die Uckermark blieb dagegen vom Unwetter verschont.

Massive Überflutungen im Norden

Dagegen dauern die Aufräumarbeiten in Norddeutschlad weiter an. Allein dort gab es laut Polizei fast 2000 Einsätze der Feuerwehr. Es kam zu massiven Überflutungen, Straßen standen bis zu einem Meter unter Wasser, wie die Hamburger Feuerwehr berichtete.

Im Ort Oststeinbek östlich von Hamburg wurden am Freitagmorgen noch immer vollgelaufene Keller ausgepumpt. Dort und im wenige Kilometer entfernten Hamburger Stadtteil Lohbrügge mussten zwei Häuser evakuiert werden. Die Außenwände der Gebäude stürzten ein. Im benachbarten Havighorst stand eine Tiefgarage bis zu drei Meter unter Wasser. Verletzt wurde bei dem Unwetter niemand.

Schäden in Hessen und Thüringen

Auch im Osten Hessens war die Feuerwehr noch am Morgen im Einsatz. In Ortschaften rund um Fulda standen in der Nacht zum Freitag mehrere Straßen unter Wasser. Es gab mehrere Sperrungen, Keller liefen voll. In Schönbrunn (Thüringen) entstanden bei den heftigen Regenfällen am Feiertag 60.000 Euro Schaden, weil Keller überflutet wurden. Überschwemmungen gab es auch in Goslar im niedersächsischen Gebiet des Harzes.