GEWITTERWARNUNG

▶ Unwetter sorgt für Überschwemmungen in Wismar

Ein heftiges Unwetter ist am Samstag über Teile von MV hinweggezogen. Auf der A20 kam es zu Unfällen. Und der Wetterdienst warnt weiter vor schweren Gewittern mit extrem heftigen Niederschlägen.
Die Hafenkreuzung in Wismar stand unter Wasser.
Die Hafenkreuzung in Wismar stand unter Wasser. Olaf Wunderbar
Wismar.

Ein Unwetter hat am frühen Samstagnachmittag für Überschwemmungen in Wismar gesorgt. Sie Regenmassen setzten die Hafenkreuzung unter Wasser. Zudem seien Keller und Tiefgaragen vollgelaufen, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle. In Wismar und Umgebung hatten die Feuerwehrleute demnach am Nachmittag etwa 65 Einsätze. Personen kamen dabei nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden.

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Auch beim Wismarer Rathaus war der Keller betroffen, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Zudem habe es einen Wassereinbruch in einem Dach gegeben. Ein Geschäft wurde überschwemmt, dessen Lager im Keller lief voll Wasser. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes hatte es in Wismar bereits bis 15.00 Uhr mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter gegeben.

Unfälle auf A20

Probleme bereiteten die Regenmassen Autofahrern. Auf der Autobahn 20 im Bereich Wismar gab es am Nachmittag drei wetterbedingte Unfälle, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort verloren Autofahrer die Kontrolle und prallten mit ihren Autos gegen die Leitplanken. In allen drei Fällen blieb es bei Blechschäden.

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Derweil warnt der Deutsche Wetterdienst weiter vor schweren Gewittern in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns. Betroffen seien die Kreise Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Rostock. Örtlich könne es zu extrem heftigem Starkregen und Hagel kommen. Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden.

Auch in der Seenplatte und der Uckermark könne es zu schweren Gewittern kommen. An der Küste, vor allem auf Rügen und Usedom drohen heftige Winböen. Zwar seien die ersten Gewitter und der Starkregen am Nachmittag bereits in Richtung Ostsee weggezogen. Die Unwetter könnten im Nordosten aber bis in die erste Nachthälfte anhalten, sagte ein Sprecher. In Neubrandenburg war bis zum späten Nachmittag allerdings nur Donner zu hören, erst gingen 17 Uhr begann es zu regnen.

Dieser Artikel wurde am 13.06.2020 mehrfach aktualsiert.

 

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