RAMMSTEIN, REVOLVERHELD

Unwetter-Warnung könnte Konzerte vermiesen

Starke bis unwetterartige Gewitter könnten den Fans von Revolverheld und Mark Forster die Open-Air-Konzerte in Neubrandenburg und Rostock vermiesen. Rammstein-Fans scheinen gesegnet zu sein.
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dpa
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern über Norddeutschland (Symbolbild).
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern über Norddeutschland (Symbolbild). Patrick Pleul
Rostock.

Für den Samstagnachmittag und -abend hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Mecklenburg-Vorpommern vor örtlich starken Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gewarnt. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit kann es sogar schwere Gewitter (Unwetter) mit heftigem Starkregen und größerem Hagel geben.

An der Küste sind am Samstag auch außerhalb der Gewitter zeitweise Windböen um 55 km/h (Bft 7) laut DWD wahrscheinlich.

Revolverheld und Mark Forster

Vor allem die Besucher der am Samstag stattfindenden Open-Air-Konzerte von Revolverheld in Neubrandenburg und Mark Forster in Rostock müssen also weiter um gutes Wetter bangen. Angesichts des Unwetters hatten in Neustrelitz die Veranstalter das Festival „Jugend rockt!” schon am Freitag abgesagt. Es sollte am Sonnabend auf dem Domjüchgelände stattfinden.

An Freitag startete ein wahrer Konzertmarathon in der Region. 6000 Fans wollten sich Scooter im Neubrandenburger Kulturpark nicht entgehen lassen (siehe Video unten) – und vor den Absperrungen war auch ordentlich was los. Roland Kaiser spielte in Rostock.

Rammstein in Rostock

Das unumstrittene Highlight an diesem Wochenende wird aber das Rammstein-Konzert im Rostocker Ostseestadion werden. Hinsichtlich des Wetters sollte diese Open-Air-Veranstaltung nach aktuellem Stand ohne größere Probleme über die Bühne gehen. Denn im Laufe der ersten Nachthälfte von Samstag auf Sonntag sollen die Gewitter voraussichtlich ostwärts abziehen.

Über Norddeutschland ist bereits am Samstagvormittag ein Unwetter mit Gewittern und starken Böen hinweggezogen. Der DWD hatte vor extremen Gewittern in weiten Teilen Norddeutschlands gewarnt. In Mecklenburg-Vorpommern wurden zunächst jedoch keine größeren Schäden vermeldet.

Aber allein im Landkreis Rostock sind am Sonnabend die Feuerwehren zu rund 50 unwetterbedingten Einsätzen ausgerückt - schrieb der Pressesprecher des Lankreises Rostock Michael Fengler auf seiner Facebook-Seite. Demnach registrierte die Leitstelle Mitte registrierte in der Zeit von 11 Uhr bis 14.30 Uhr die meisten Notrufe wegen einer Gewitterfront, die mit schweren Niederschlägen über den Nordwesten des Kreises gezogen ist. 

Gewitter in Hamburg

In Hamburg müsse man sich tagsüber auf heftigen Starkregen, schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h sowie Hagel mit Korngrößen von bis zu 4 cm einstellen, hieß es in der amtlichen Unwetterwarnung am frühen Morgen.

Am heftigsten traf es nach ersten Erkenntnissen den Kreis Herzogtum Lauenburg, wo das Lagezentrum allein 17 Einsätze bis 10 Uhr meldete, darunter hochgedrückte Gullydeckel und einen Blitzeinschlag in Müssen. Hier wurde ein Giebel beschädigt.

Auch in Lübeck gab es mehrere Einsätze. Die Einsatzkräfte mussten etwa wegen einer unter Wasser stehenden Tiefgarage und unter Wasser stehenden Straße ausrücken.

Im übrigen Schleswig-Holstein blieb es nach Angaben der Leitstellen eher ruhig. In Flensburg musste die Feuerwehr lediglich wegen eines umgestürzten Baums ausrücken. Auch in Hamburg zog das Unwetter zunächst vorbei, ohne größere Schäden zu hinterlassen.

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