TAUSENDE FISCHKADAVER

Ursache für Fischsterben auf Usedom gefunden

Kurz nachdem ein massives Fischsterben auf der Insel Usedom bekannt geworden ist, gibt es erste Ermittlungsergebnisse.
Vor allem tote Jungfische der Arten Zander und Barsch sind auf der Insel Usedom gefunden worden.
Vor allem tote Jungfische der Arten Zander und Barsch sind auf der Insel Usedom gefunden worden. Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern
Pudagla ·

Mehrere tausend toten Fische trieben am Mittwoch in der „Groote Beek”, dem Verbindungsgraben zwischen Achterwasser und Schmollensee auf der Insel Usedom. Zunächst war nicht bekannt, woran die vornehmlich jungen Fische der Arten Zander und Barsch gestorben sind. Die Wasserschutzpolizei ermittelte, ob das Gewässer möglicherweise verunreinigt worden sein könnte.

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Am Donnerstagvormittag hat das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern Untersuchungen vor Ort durchgeführt. Diese ersten Untersuchungen ergaben, dass im Bereich der Mündung der „Groote Beek” ins Achterwasser ein Sauerstoffmangel im Gewässer herrschte. Dieser habe dazu geführt, dass die Jungfische verendeten, teilte die Wasserschutzpolizei weiter mit.

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Wodurch kam es zum Sauerstoffmangel?

Den Sauerstoffmangel könnte den Angaben nach ausgelöst worden sein durch einen geringen Wasseraustausch bzw. eine fehlende Durchmischung des Wassers in diesem Bereich – in Kombination mit einer erhöhten Sauerstoffzehrung des Wassers durch das Absterben und Zersetzen von Algen und anderer Biomassen.

Der erste Verdacht einer Gewässerverunreinigung hat sich somit vorerst nicht bestätigt. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern noch an.

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Kommentare (1)

Bei dem immer höheren Nährstoffeintrag durch Intensivstlandwirtschaft und Massentierhaltung leider keine Seltenheit.