ERMITTLUNGEN

Verdacht auf Brandstiftung in Anklam und Ueckermünde

Bei dem Brand der Ölmühle in Anklam und dem eines Wohnblocks in Ueckermünde steht der Verdacht auf Brandstiftung im Raum. Es mussten deutlich mehr Menschen gerettet werden, als bisher angenommen.
dpa
In Ueckermünde war das Feuer am Samstagabend im Dachstuhl des Wohnblocks ausgebrochen.
In Ueckermünde war das Feuer am Samstagabend im Dachstuhl des Wohnblocks ausgebrochen. Christopher Niemann
Ueckermünde.

Nach den beiden Bränden in der Ölmühle Anklam und einem Haus mit 40 Wohnungen in Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald) ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Brandstiftung. Das sagte ein Sprecher der Behörde am Montag in Neubrandenburg. Die genauen Ursachen der Feuer seien aber noch nicht geklärt. Der Brandgutachter habe die Brandorte untersucht, wolle sich aber frühestens in einer Woche genauer äußern.

In Ueckermünde war das Feuer am Samstagabend im Dachstuhl des Wohnblocks ausgebrochen. Der Dachstuhl wurde komplett zerstört. Das Haus, in dem rund 80 Leute wohnten, ist unbewohnbar. Verletzt wurde niemand. In Anklam hatte es am Freitag in der Ölmühle am Hafen gebrannt.

Schaden von zwei bis drei Millionen Euro

Die Rettung der Mieter in Ueckermünde war nach Angaben der Wohnungsgenossenschaft Ueckermünde eG dramatischer als bisher bekannt. So mussten nicht nur 20 Menschen, wie von der Polizei berichtet, sondern etwa 80 Menschen aus den 34 bewohnten Wohnungen gerettet werden, wie die Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft Mandy Falk sagte. Das Haus stammt aus dem Jahr 1963, war saniert und hatte im Dachstuhl einen Trockenboden für Wäsche, der frei zugänglich war.

„Wir mussten alle Ver- und Entsorgungsleitungen kappen“, erklärte Falk. Deshalb und wegen der Wasserschäden werde mit etwa zwei bis drei Millionen Euro Schaden gerechnet. Die Mieter müssten länger anderweitig untergebracht werden. In der Stadt laufe auch eine Spendenaktion für die Betroffenen. „In dem Fall sind wir froh, dass wir noch einen gewissen Anteil leerstehender Wohnungen habe“, sagte ein Stadtsprecher.

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