POLIZEI

Verdächtiger schweigt nach tödlicher Messerattacke in Greifswald

Drei Männer haben sich in einer Wohnung in Greifswald wohl erst zusammen betrunken, dann soll einer von ihnen mit einem Messer auf seine beiden Bekannten losgegangen sein. Ein Mann starb.
dpa
Greifswald ·

Im Zusammenhang mit einer tödlichen Messerattacke in Greifswald schweigt der 30-jährige Tatverdächtige bisher zu den Vorwürfen. Wie ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte, wird sich der Mann voraussichtlich wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Stralsund verantworten müssen. Der Deutsche soll Ende Januar bei einem Treffen in einer Wohnung mit einem Messer auf zwei Bekannte eingestochen haben – ein Opfer starb.

Nachbar hörte Schreie

Weil Nachbarn wegen lauter Schreie die Polizei alarmiert hatten, wurden alle drei Beteiligten noch in der Wohnung angetroffen. Dort hatten sie auch gemeinsam Alkohol getrunken. Ein 30-jähriger Greifswalder erlitt lebensgefährliche Stichverletzungen und starb später im Rettungswagen, ein 31-Jähriger wurde schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Schönwalde.

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Derzeit untersuche ein psychiatrischer Gutachter den Tatverdächtigen in Bezug auf dessen Schuldfähigkeit, sagte der Sprecher. Mit einer Anklage wird bis Mai gerechnet. Der Schwerverletzte sei inzwischen wieder genesen.

Nach bisherigen Ermittlungen soll der Tatverdächtige damals Drogen und Alkohol konsumiert gehabt, wohl nicht zum ersten Mal. Das wirkliche Motiv für die Tat sei bisher noch unklar. Der mutmaßliche Täter war nach seiner Festnahme und weil er ebenfalls verletzt war von einem Richter per Haftbefehl in ein psychiatrisches Haftkrankenhaus eingewiesen worden.

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