Die Gewerkschaft Verdi und der deutsche Beamtenbund fordern mehr Gehalt für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst. Doch bislang gab es noch keine Einigung mit dem Arbeitgeber.
Die Gewerkschaft Verdi und der deutsche Beamtenbund fordern mehr Gehalt für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst. Doch bislang gab es noch keine Einigung mit dem Arbeitgeber. Britta Pedersen
Tarifverhandlungen

Verdi verlangt 300 Euro mehr Gehalt für Pfleger und Krankenschwestern

Der öffentliche Dienst in MV will mehr Geld haben. Doch Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi sind noch zu keinem Ergebnis gekommen. Drohen jetzt Streiks?
dpa
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern muss sich nach der erfolglos beendeten zweiten Verhandlungsrunde der Tarifpartner im Öffentlichen Dienst zunächst nicht auf Streiks einstellen. Laut dem Regionalverband der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi finden aktuell Gespräche mit den Beschäftigten statt, um über das weitere Vorgehen zu beraten, hieß es am Mittwoch.

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Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) war am Dienstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Wir wundern uns sehr über das Verhalten der Arbeitgeberseite. Offenbar sind Ihnen die Interessen ihrer Beschäftigten völlig gleichgültig und von der so oft gepriesenen Wertschätzung ist leider nichts übriggeblieben”, sagte Susanne Schöttke, Landesleiterin von Verdi Nord, danach.

Rund 45.000 Menschen sind in MV im öffentlichen Dienst

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern unter anderem für die 29 000 Arbeitnehmer und 15 000 Beamten in Mecklenburg-Vorpommern fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen werden 300 Euro mehr verlangt. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen.

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