Vogelgrippe

Vereinzelt besteht noch die Stallpflicht

Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern vor fünf Monaten dürfen in einigen Regionen bis heute Hühner, Enten, Gänse und Puten nicht ins Freie. Für die meisten Tiere ist die Stallpflicht aber aufgehoben.
dpa
In allen Landkreisen - mit Ausnahme von Vorpommern-Rügen - besteht die Stallpflicht in Risikogebieten fort.
In allen Landkreisen - mit Ausnahme von Vorpommern-Rügen - besteht die Stallpflicht in Risikogebieten fort. Jens Büttner
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Schwerin.

Fünf Monate nach Ausbruch der Vogelgrippe ist die verhängte Stallpflicht für Geflügel in Mecklenburg-Vorpommern landesweit noch nicht wieder aufgehoben. "Es gibt nach wie vor ausgewiesene Risikogebiete", teilte das Agrarministerium in Schwerin mit. Zuständig für die Regelung der Stallpflicht seien die Landkreise und kreisfreien Städte. Mecklenburg-Vorpommern war im November das erste Bundesland, das Hühner, Gänse, Enten und Puten flächendeckend in die Ställe verwiesen hatte.

Einer Umfrage unter den Landkreisen zufolge hat nur die Veterinärbehörde in Vorpommern-Rügen bereits alle Einschränkungen aufgehoben. In den anderen Landkreisen besteht die Stallpflicht in Risikogebieten fort. Gewerbliche Halter müssen Ausnahmen von der Stallpflicht zumeist beantragen.

Lockerung für betroffene Risikogebiete Mitte April erwartet

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte kann das Geflügel überall aus den Ställen. Ausnahmen sind Risikogebiete entlang etlicher Seeufer, wo noch Privathalter von der Aufstallung betroffen. Geflügelhalter, die mehr als 1000 Tiere haben, müssen beim Veterinäramt eine Ausnahmegenehmigung beantragen, wenn sie die Tiere aus den Ställen lassen wollen. "Das haben fast alle getan, und es konnten alle Anträge genehmigt werden", sagte Kreissprecherin Haidrun Pergande.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald unterliegt mit 66 Geflügelhaltungen nur noch ein Bruchteil der Stallpflicht, wie Sprecher Achim Froitzheim mitteilte. 8900 Halter seien im Kreise registriert. "Die Lockerung für die Restriktionszonen erwarten wir für Mitte April", sagte er.

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems kommt es nach wie vor zu Meldungen einzelner infizierter Wildvögel. Dies seien überwiegend Greifvögel und in Deutschland brütende Wasservögel wie Graugans und Höckerschwan.