Tot in Schweinezucht
Verendete Ferkel stammten nicht aus Mecklenburg-Vorpommern

109 Ferkel überlebten den Transport zu einem Zuchtbetrieb nicht. Sie kamen aus Brandenburg.
109 Ferkel überlebten den Transport zu einem Zuchtbetrieb nicht. Sie kamen aus Brandenburg.
Jens Büttner

Während eines Tiertransports nach Sachsen-Anhalt starben mehr als 100 Ferkel. Nun ist klar, dass die kleinen Schweine in Brandenburg verladen wurden.

Die verendeten Ferkel, die am Montag vor einer Schweinezucht in Sachen-Anhalt abgeladen worden waren, handelt es sich nicht um Tiere aus Mecklenburg-Vorpommern. Das stellte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin am Donnerstag klar. Die Tiere stammen demnach aus einem Zuchtbetrieb in Heinrichsdorf (Brandenburg), wie eine Pressesprecherin des Landwirtschaftsministeriums von MV dem Nordkurier bestätigte. „Der Vorfall ist zutiefst bedauerlich. Um so wichtiger ist mir die Tatsache, dass kein Betrieb aus Mecklenburg-Vorpommern an dem Geschehen beteiligt ist”, betont Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD).

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Transporteur am Montag 109 verendete Ferkel bei einem Schweinezuchtbetrieb in Demker (Landkreis Stendal) abgeladen hatte. Der Nordkurier und andere Medien berichteten zunächst, dass die Tiere aus Mecklenburg-Vorpommern stammten. Dies hatten die Ermittlungen bis zu diesem Zeitpunkt ergeben.

Ministerium: Transporter war wohl überladen

Laut Ministerium könnte der Transporter überladen gewesen sein. Insgesamt waren 180 Ferkel geladen. Gegen den Lieferdienst hatten die zuständigen Behörden bereits Strafanzeige gestellt. Der Landkreis Stendal erklärte bereits, dass die Tiere nicht aufgrund einer Erkrankung gestorben seien. Die Ermittlungen laufen weiter.