Ein 56-Jähriger hat sich einer Verkehrskontrolle entzogen und geriet mit den Polizisten aneinander. Laut Polizei setzte d
Ein 56-Jähriger hat sich einer Verkehrskontrolle entzogen und geriet mit den Polizisten aneinander. Laut Polizei setzte diese Pfefferspray gegen den Mann ein. Bei einem Handgemenge wurde ein Polizist verletzt. Nordkurier
Reichsbürger

Verkehrskontrolle mit Pfefferspray und verletztem Polizisten

Eine Verkehrskontrolle bei Stralsund ist eskaliert: Ein mutmaßlicher Reichsbürger hatte sich im Auto eingeschlossen. Ein Polizist wurde verletzt.
Niepars

Am Samstag fiel Streifenpolizisten auf der L 22 in der Gemeinde Niepars nahe Stralsund gegen 9 Uhr einen Pkw auf. Wegen einer abgelaufenen TÜV-Plakette sollte das Fahrzeug und dessen Fahrer einer Verkehrskontrolle unterzogen werden, so die Polizei.

Der Audi-Fahrer soll laut Polizei das Anhaltesignal erst ignoriert und dann etwas später außerorts gestoppt haben. Er weigerte sich, Führerschein und Fahrzeugschein auszuhändigen. Stattdessen habe er laut den Beamten „die Legitimität der Polizisten in reichsbürgertypischer Argumentation angezweifelt” und schloss sich im Fahrzeug ein.

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Handgemenge mit Pfefferspray

Die Polizei entriegelte und öffnete daraufhin nach eigenen Angaben die Fahrzeugtür, wobei es zum Handgemenge kam. Die Polizei setzte Pfefferspray gegen den 56-jährigen Deutschen ein. Ein Polizist wurde am Knie verletzt.

Der Audi war laut Polizei aufgrund nicht gezahlter Versicherungsbeiträge zur Entstempelung ausgeschrieben. Aus diesem Grund wurde dem Fahrer anschließend die Weiterfahrt untersagt. Dieser gab dann an, dass er seinen Führerschein nicht mehr haben wolle und übergab diesen an die Polizisten. Zum Abtransport des Audi wurde ein Abschleppunternehmen gerufen.

Kripo ermittelt

Laut Polizei endete die Kontrolle „für den renitenten Verkehrsteilnehmer” erst im Funkstreifenwagen und später zur medizinischen Versorgung aufgrund des Pfeffersprayeinsatzes in einem Rettungswagen. Der Mann soll nach Polizeiangaben aber augenscheinlich unverletzt gewesen sein. Er setzte seinen Weg anschließend zu Fuß fort, heißt es.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen ihn unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, des Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Beleidigung und Körperverletzung.

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