CORONA-KRISE

Verkraftet MV zu Pfingsten 350.000 Touristen?

Es ist die Nagelprobe in der Corona-Krise: Innenminister Lorenz Caffier rechnet zu Pfingsten mit einem Ansturm in Richtung Usedom, Rügen und Seenplatte.
Hält in Abwesenheit von Manuela Schwesig die Regierungsfäden in MV in der Hand: CDU-Innenminister Lorenz Caffier.
Hält in Abwesenheit von Manuela Schwesig die Regierungsfäden in MV in der Hand: CDU-Innenminister Lorenz Caffier. ZVG
Schwerin.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat am Dienstvormittag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Zu Beginn der Woche hatte im Nordosten eine neue Lockerungsphase im „MV-Plan” begonnen. Diese sieht unter anderem vor, dass Touristen aus anderen Bundesländern wieder in Hotels und Pensionen in Mecklenburg-Vorpommern übernachten dürfen. Ebenfalls dürfen Fitnessstudios und Sporthallen ihren Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen.

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Der „MV-Plan” ist ein grober Fahrplan, in dem die Schritte zur Rückkehr aus dem sogenannten Corona-Lockdown festgehalten sind. Mecklenburg-Vorpommern hat seit Wochen die geringsten Infektionszahlen in ganz Deutschland, seit fünf Tagen wurden überhaupt keine Neuinfektionen mehr registriert.

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MV entscheidet am 9. Juni über weitere Lockerungen

Vor diesem Hintergrund hofft Innenminister Lorenz Caffier, dass das von der Tourismusbranche entwickelte Hygienekonzept in Hotels und Gastronomie auch trägt, wenn in den ersten Tagen bis zu 350.000 Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen. „Wir werden die nächsten Tage abwarten und dann im Kabinett am 9. Juni entscheiden, ob wir ab 15. Juni weitere Lockerungen durchführen”, kündigte Caffier an. An der 60-Prozent-Belegungsgrenze für Hotels will Caffier vorerst festhalten. 

Caffier skeptisch bei Ramelow-Vorstoß

Skeptisch zeigte sich Caffier hinsichtlich des Vorstoßes von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke). Ramelow und auch Sachsens CDU-geführte Regierung wollen wegen landesweit niedriger Ansteckungszahlen vom 6. Juni an statt landesweiter Regeln nur noch lokale Einschränkungen haben – abhängig von der Lage in den jeweiligen Kommunen.

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Der Bund mit Kanzlerin Angela Merkel an der Spitze sowie das besonders stark betroffene Bayern setzen dagegen weiter auf möglichst verbindliche und überregional geltende Anordnungen. Caffier betonte, dass es schwierig werde, bundeseinheitliche Standards beim Mindestabstand, bei der Masken-Regelung und bei Hygienevorschriften zu vereinbaren. Caffier machte deutlich, dass er sich eine einheitliche Regelung wünschen würde.

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Kommentare (1)

es ist lachhaft .die wirtschaft geht vor aber die schüler im land sitzen teilweise schon den dritten monat in folge zu hause . die zukunft wird verspielt , meistens von leuten die selber keine kinder haben oder deren kinder in privatschulen untergebracht sind.
macht nach den ferien endlich die schulen auf , alternativlos und für alle altersgruppen.
der lockdown hat sich schon seit dem 23.03. erübrigt und war danach sinnlos . eltern ! , macht endlich druck . eure kinder sitzen zu hause und langweilen sich . sie wollen lernen .
aber wichtiger sind natürlich die urlauberzahlen die niemand kontrollieren kann.