RISSVORFALL

Vermutlich tötete Wolf zehn Schafe im Biosphärenreservat

Im Biosphärenreservat Schaalsee hat vermutlich ein Wolf zehn Schafe getötet und fünf verletzt. Es war der erste Rissvorfall in dieser Region.
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dpa
Im Biosphärenreservat Schaalsee hat vermutlich ein Wolf zehn Schafe getötet und weitere fünf verletzt (Symbolbild).
Im Biosphärenreservat Schaalsee hat vermutlich ein Wolf zehn Schafe getötet und weitere fünf verletzt (Symbolbild). Bernd Thissen
Zarrentin.

Am Montag informierte das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt über zehn tote und fünf verletzte Schafe im Landkreis Nordwestmecklenburg. Betroffen war demnach eine Schafhaltung im Biosphärenreservat Schaalsee.

Dort fand der Gutachter am Samstag die toten Tiere. Doch wer hat sie getötet? „Im Ergebnis der Rissbegutachtung muss ein Wolf als Verursacher des Übergriffs als wahrscheinlich gelten," heißt es in der Mitteilung. Um diese Frage aber mit Sicherheit klären zu können, wurden Genproben genommen. Wo genau sich der Vorfall ereignete, wollte das Ministerium nicht sagen, da sich die Viehhalter dies so gewünscht hätten.

Erster Rissvorfall im Biosphärenreservat

Wie der Wolf auf die umzäunte Weide gelangen konnte, war am Montag noch nicht geklärt, sagte ein Ministeriumssprecher. Laut Ministerium war es der erste Rissvorfall im Biosphärenreservat Schaalsee. Daher werden die dortigen Nutztier­halter nun um erhöhte Aufmerksamkeit sowie um Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen gebeten.

Zäune müssen allseitig geschlossen sein. Die Mindesthöhe beträgt dabei für stromführende Zäune 90 Zentimeter. Empfohlen werden allerdings höhere Zäune, die auch gefördert werden können.

Außerdem darf der Abstand zum Boden sowie auch der Abstand zwischen Einzelelementen, beispielsweise den stromführenden Litzen, nicht größer als 20 Zentimeter sein. Bei Festzäunen wird dringend ein Untergrabschutz empfohlen, welcher ebenfalls förderfähig ist.

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Kommentare (1)

Und garantiert nicht der letzte. Wann begreift die verantwortliche Obrigkeit bei Bund und Ländern endlich, dass hier dringender Handlungsbedarf von Nöten ist?