MV-SCHULEN

Verschläft das Bildungsministerium den zweiten Corona-Sommer?

Die Schulferien stehen in Mecklenburg-Vorpommern bevor – und erneut stellt sich die Frage, ob es nach den Ferien mit dem Regelunterricht weiter geht oder wieder Schulen dicht machen müssen.
Am Freitag gibt es Zeugnisse in Mecklenburg-Vorpommern. Anschließend folgen sechs Wochen Ferien. Doch wie geht es danach
Am Freitag gibt es Zeugnisse in Mecklenburg-Vorpommern. Anschließend folgen sechs Wochen Ferien. Doch wie geht es danach weiter? Jens Büttner
Schwerin ·

Die Gewerkschaft der Lehrer und Erzieher hat das Bildungsministerium und die kommunalen Schulträger aufgefordert, den zweiten Pandemie-Sommer an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu verschlafen. „Es müssen jetzt und in den sechs Ferienwochen deutliche Fortschritte an den Schulen gemacht werden, um die Bildungsstätten für einen Herbst und Winter vorzubereiten, der vielleicht erneut unter dem Eindruck der Corona-Pandemie steht”, sagte Maik Walm, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Nur das Lüften von Klassenzimmern reicht nicht

Vor Ort müssten die kommunalen Schulträger die Hygiene- und Raumausstattung massiv verbessern, es müssten ausreichend Endgeräte inklusive der technischen Anleitung zur Verfügung stehen, um Regelunterricht zu gewährleisten. „Es wäre ignorant in Anbetracht der schlechten Erfahrungen aus den vergangenen 15 Monaten, wenn die Verantwortlichen weiter nur das Öffnen der Fenster – egal wie kalt es draußen ist – als einzigen Lösungsweg sehen”, so der GEW-Chef.

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Walm weiter: „Für die Zukunft muss klar sein – so etwas wie im vergangenen Schuljahr darf nicht wieder passieren! Wir brauchen jetzt eine klare Perspektive und den Willen aller zur effizienten Zusammenarbeit, um das erfolgreiche Weiterlernen aller Schüler im neuen Schuljahr und darüber hinaus zu ermöglichen. Der Sommer muss genutzt werden, um Erfahrungen klug gemeinsam auszuwerten und sich auch auf eine denkbare Zunahme der Infektionszahlen im Herbst vorzubereiten.”

Lösungen fürs Testen und den Wechselunterricht

Dafür brauche es Szenarien, die konkrete Maßnahmen für den Schutz von Bildung und Gesundheit entsprechend der Pandemieentwicklung beinhalten. Dabei könnten best practice-Lösungen beispielsweise hinsichtlich des Umgangs mit der Teststrategie, Wechselunterrichts oder der digitalen Beschulung auch zentral übernommen werden.

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Die oppositionelle Linksfraktion unterstützt die Position der GEW. „Die Gewerkschaft weist zu Recht darauf hin, dass die Planungen der Landesregierung zum Start ins neue Schuljahr längst nicht ausreichen, weil unter anderem der Kernbereich Bildung fehlt. Auch meine Fraktion fordert zusätzliche Lehrkräfte, um die Wissenslücken bei den Kindern und Jugendlichen schließen zu können und die Förderung von Schülerinnen und Schülern sicherzustellen”, sagte Linksfraktionschefin Simone Oldenburg.

Linke kritisiert Bildungsministerium

Das Bildungsministerium müsse die Sommerferien nutzen, um sich und die Schulen auf den Herbst und ein möglicherweise wieder höheres Infektionsgeschehen vorzubereiten. Konkret müssten sofort zusätzliche Stellen für Lehrkräfte ausgeschrieben werden. Den Schulen müsse es finanziell ermöglicht werden, Unterricht im kommenden Schuljahr flexibel und gegebenenfalls mit externen Lernangeboten abzusichern”, betonte Oldenburg. „Das Bildungsministerium darf den Sommer nicht wieder verpennen.”

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Kommentare (3)

diese Leute gewählt, die im voraus eilenden Gehorsam schon wieder den Teufel an die Wand malen.

Laßt die Kinder in Ruhe!

Wie ist es dazu gekommen?
Positionspapier: Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen
 Notwendige Verbote und Gebote angemessen und nachvollziehbar
kommunizieren, sodass sie möglichst gut akzeptiert und befolgt werden
 Motivation zur Befolgung aktueller Schutzmaßnahmen verstehen und
daraus Maßnahmen ableiten, wie diese Motivation aufrechterhalten
werden kann
 Langfristige Verhaltensänderungen erreichen, z.B. auf Basis
psychologischer Befunde zum Erwerb neuer Handlungsroutinen
 Durch Gelegenheit zur aktiven Mitwirkung Kontrollgefühl der
Bevölkerung steigern und dem Ärger über Einschränkungen (Reaktanz)
vorbeugen
https://www.bdp-verband.de/publikationen/politische-positionen/2020/herausforderungen-ziele-und-massnahmenim-umgang-mit-der-pandemie-aus-psychologischer-sicht.html

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/pdfs/20210609/20210906%20Kuhbandner.pdf

Die Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse
schafft“ (Anlehnung an Mephisto in Goethes Faust

Hier gefunden:

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/

Tja, es waren schon immer die Hochgelehrten, vor allem auch die aus der Medizin, die Furchtbares und Schlimmes über die Menschheit brachte

der Mond von Frau Schwesig ist, weil die eine sich immer um die andere dreht, aber ich glaube da tue ich Frau Schwesig unrecht, die beiden sind doch eher wie Pluto und Charon, weit weg.