MINISTER PEGEL: "PANIKMACHE"

Neue Spekulationen um absackende A20-Umleitung

Auch die Umleitung der kaputten A20 bei Tribsees ist in keinem guten Zustand. Die Straße sei bald kaputt, heißt es in einem Medienbericht. Der Minister nennt das "Panikmache".
Simon Voigt Simon Voigt
Seit April wird die A20 bei Tribsees wieder instand gesetzt. Das Ministerium rechnet mit einigen Jahren, bis Herbst soll es eine Behelfsbrücke geben.
Seit April wird die A20 bei Tribsees wieder instand gesetzt. Das Ministerium rechnet mit einigen Jahren, bis Herbst soll es eine Behelfsbrücke geben. Stefan Sauer
Tribsees.

Droht jetzt auch noch die Umleitung der vollgesperrten A20 bei Tribsees im Moor abzubrechen? Die Ausweichstrecke bei Langsdorf (Vorpommern-Rügen) um das Autobahn-Loch sinke unter der erhöhten Verkehrsbelastung langsam ab, berichtet die „Schweriner Volkszeitung” am Donnerstag. Die Probleme sind allerdings schon lange bekannt.

Es habe Setzungen gegeben, die am Fahrbahnrand im Millimeterbereich und in der Fahrbahnmitte im Zentimeterbereich liegen, führt die Zeitung weiter aus und bezieht sich dabei auf Angaben aus dem Schweriner Verkehrsministerium. Fahrzeuge dürfen auf dem Streckenabschnitt nur 30 Kilometer in der Stunde fahren.

Stimmt alles, heißt es im Ministerium auf Anfrage des Nordkurier. Allerdings versucht dort eine Sprecherin auch zu vermitteln, dass die Lage weit weniger dramatisch sei, als von der Zeitung dargestellt. Anlass der Berichterstattung sei offenbar ein Schild am Fahrbahnrand, das auf Unebenheiten hinweist. „Die Beschilderung gibt es dort schon seit Einrichtung der Umleitung”, sagt die Sprecherin.

Minister Pegel spricht von "Panikmache"

Die Nachricht sei also keineswegs neu. Eine Sperrung der Umleitung sei derzeit zudem überhaupt kein Thema. „Wir wissen nicht einmal, ob Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind.”

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) bezeichnete die Berichterstattung der Zeitung am Nachmittag als „unnötige und unbegründete Panikmache“. Die Landstraße liege dort seit Jahrzehten. Die Absetzungen der Straße und die Verdichtung des Untergrunds befinde sich vollkommen im üblichen Rahmen

Behelfsbrücke ab Herbst

Die Vollsperrung besteht bereits seit Oktober 2017. Nachdem die Autobahn bei Tribsees zuerst auf einer Fahrtrichtung auf inzwischen rund 100 Meter im Moor abgesunken war, wurde sie voll gesperrt. Kraftfahrer werden in beiden Richtungen umgeleitet.

Bis zum Herbst soll an dem Abschnitt eine Behelfsbrücke gebaut werden. Dann soll der Verkehr wieder über die Autobahn fließen. Danach wollen die Straßenbauer mit der Ausbesserung des Lochs beginnen.

Letzte Aktualisierung: 14.30 Uhr

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