MORD AUF USEDOM

Verteidiger im Mordfall Maria geht in Revision

Am Freitag waren am Landgericht Stralsund die Urteile gegen die beiden jungen Männer gefällt worden, die die 18-jährige Maria K. aus Zinnowitz umgebracht hatten. Ein Urteil soll nun überprüft werden.
Jörg Franze Jörg Franze
Der Anwalt des 21-jährigen Niko G. (2. von rechts) hat Revision gegen das Urteil eingelegt.
Der Anwalt des 21-jährigen Niko G. (2. von rechts) hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Stefan Sauer
Stralsund.

Im Prozess um den Mord an der 18-jährigen Maria K. aus Zinnowitz auf der Insel Usedom hat der Verteidiger des 21-jährigen Angeklagten Niko G. Revision eingelegt. Wie Kai Kingmüller, Vorsitzender Richter am Landgericht Stralsund, auf Anfrage mitteilte, sei die Revision des Pflichtverteidigers am Dienstag eingegangen.

Damit muss am Ende der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheiden, ob das Urteil der Großen Jugendkammer am Landgericht Stralsund gegen Niko G. Bestand hat oder nicht.

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Gemeinschaftlicher Mord an Maria K.

Die Kammer hatte am vergangenen Freitag den 19-jährigen Nicolas K. und den 21-jährigen Niko G. des gemeinschaftlichen Mordes an Maria K. schuldig gesprochen. Bei beiden Tätern wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Maria war am 18. März in Zinnowitz auf der Insel Usedom durch 38 Stichverletzungen getötet worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide Täter heimtückisch und aus Mordlust gehandelt haben, weil sie einen Menschen sterben sehen wollten.

Die Frist, um Revision gegen die Urteile einzulegen, endet am Freitag, dem 13. September, um Mitternacht. Bis dahin hätten auch weitere Prozessbeteiligte die Möglichkeit, gegen die Entscheidungen des Gerichts vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft Stralsund hatte allerdings bereits angekündigt, keine Revision einzulegen zu wollen. Auch der Pflichtverteidiger des anderen Angeklagten Nicolas K. hatte sich mit dem Urteil einverstanden gezeigt.

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