BEREITS 14 TODESFÄLLE

Vier Menschen starben am Wochenende beim Baden in MV

Am Wochenende sind vier Menschen in Mecklenburg-Vorpommern beim Baden ums Leben gekommen. Besonders dramatisch verlief eine Rettungsaktion bei tückischen Strömungsverhältnissen vor Rügen.
dpa
Ein Rettungsschwimmer beobachtet am Strand von Bansin auf der Insel Usedom. Am Wochenende sind vier Männer beim Baden in
Ein Rettungsschwimmer beobachtet am Strand von Bansin auf der Insel Usedom. Am Wochenende sind vier Männer beim Baden in MV ums Leben gekommen. Tilo Wallrodt
Nonnevitz ·

Bei Badeunfällen sind am Wochenende vier Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben gekommen. So starben am Sonntag zwei 54 und 57 Jahre alte Urlauber in der Ostsee vor Rügen beziehungsweise bei Ahrenshoop auf der Halbinsel Darß, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Am Samstag waren zwei Badeunfälle am Tiefwarensee in Waren und am Haussee in Feldberg (Mecklenburgische Seenplatte) gemeldet worden. Dort waren ein 60-jähriger Warener und in Feldberg ein ebenfalls 60-Jähriger aus Berlin ums Leben gekommen.

Damit sind seit Beginn der diesjährigen Badesaison bereits 14 Menschen beim Gang ins kühle Nass gestorben, wie es von der Wasserschutzpolizei hieß. Darunter seien vier Frauen und Männer aus Sachsen, je einer aus Berlin und aus Thüringen. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei appellierte erneut an alle Urlauber und einheimische Badegäste, sich strenger an einfachste Baderegeln zu halten und vor allem nicht überhitzt ins Wasser zu gehen.

Helfer gerieten selbst in Not

Besonders dramatisch verlief laut Polizei der Einsatz in der Ostsee vor der Insel Rügen am Sonntag. So sei der 54-Jährige aus Thüringen am Zeltplatz nahe Nonnevitz/Bakenberg ins Wasser gegangen und dabei abgetrieben. Der Zeltplatz liegt an der Nordspitze der Insel, wo sich bei Wind häufig gefährliche Strömungen bilden. Eine Frau habe die Notlage des Mannes gesehen und Helfer alarmiert. Drei Männer vom Zeltplatz schwammen hinaus, konnten den 54-Jährigen aber nicht erreichen und gerieten selbst in Not. Feuerwehrleute mit Schlauchbooten retteten die drei Helfer und bargen den 54-Jährigen. Ein Notarzt habe versucht, den Thüringer wiederzubeleben, was aber misslang.

Zur gleichen Zeit ereignete sich ein weiterer Notfall von zwei Schwimmern in der Nähe von Dranske. Diese beiden Schwimmer hätten sich mit letzter Kraft aber noch selber an Land retten können, hieß es.

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