UNIKLINIK ROSTOCK

Vietnamesische Pflegeauszubildende erwartet

Der anhaltende Pflegenotstand soll mit Pflegern aus Vietnam überwunden werden. Da deren Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden, müssen sie eine Ausbildung machen.
dpa
An der Universitätsmedizin Rostock werden am Montag 25 junge Pflegeauszubildende aus Vietnam erwartet. (Archivbild)
An der Universitätsmedizin Rostock werden am Montag 25 junge Pflegeauszubildende aus Vietnam erwartet. (Archivbild) Bernd Wüstneck
Rostock.

An der Universitätsmedizin Rostock werden am Montag 25 junge Pflegeauszubildende aus Vietnam erwartet. Die 21 Frauen und vier Männer sind der zweite Jahrgang, der in der Hansestadt diesen Weg geht. Alle Vietnamesen haben in ihrer Heimat bereits eine Pflegeausbildung absolviert und einen Universitäts- oder Bachelor-Abschluss erlangt. Diese Abschlüsse werden in Deutschland allerdings nicht anerkannt. Hintergrund der Aktion ist der anhaltende Pflegenotstand, der mit einheimischen Arbeitskräften nicht überwunden werden kann.

Ende August 2018 hatten erstmals 20 Vietnamesen ihre dreijährige Ausbildung in Rostock begonnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigte sich Projektleiterin Caren Erdmann mit den Arbeitsleistungen und dem Verlauf des Integrationsprozesses sehr zufrieden. Es sei gelungen, die Vietnamesen in Sport- oder Gartenvereinen unterzubringen.

Die Integrationsbemühungen wurden auch vom Landestourismusverband unterstützt. Der hatte im Frühjahr die 20 Vietnamesen und 9 Indonesier, die in der Gastronomie arbeiten, beispielsweise zu einer Erkundungstour durch ihre neue Wahlheimat eingeladen.

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Kommentare (3)

Ich dachte Rumänen und Bulgarier sollten unseren neuen Altenpfleger sein. Man könnte auch einfach mal die Gehälter auf ein Niveau über der Armutsgrenze legen. Vieleicht würden sich dann auch einheimische Jugendliche für den Beruf begeistern. Aber statt endlich faire Löhne zu zahlen, werden immer neue Billigarbeitskräfte aus dem Ausland angekarrt. Das betrifft fast alle Branchen.

Soll man einen fairen Lohn zahlen, wenn der AN in Bulgarien für den Außenhandel anrufen soll und die dortigen Bürger Bulgarier, statt Bulgaren nennt. Diesen gut zu bezahlen ist nicht fair, sondern kulant. Wer vergleichsweise weniger kann, sollte die Ansprüche nicht beim Doktortitel ansetzen.

Ich hab mir ihr Kommentar jetzt 4 mal durchgelesen und versteh immer noch nicht, was sie damit ausdrücken wollen. Aber ich wette es war als Beleidigung und Aufruf zu noch mehr Migration zu verstehen.