ABGESACKTE AUTOBAHN

Beide Richtungen dicht: Vollsperrung der A20 bei Tribsees

Nach dem Abbruch ins Moor ist die A20 bei Tribsees ab Freitagmorgen bis auf Weiteres voll gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet.
dpa
Hier ist die Fahrt vorerst vorbei: Abbruchkrater der A20 im Trebeltal bei Tribsees.
Hier ist die Fahrt vorerst vorbei: Abbruchkrater der A20 im Trebeltal bei Tribsees. Gabriel Kords
Tribsees ·

Auch die letzte verbliebene Fahrspur der Ostsee-Autobahn 20 bei Tribsees ist seit Freitagmorgen bis auf Weiteres gesperrt. Die Sperrung erfolge aus Sicherheitsgründen, weil nun auch diese Fahrbahn auf dem moorigen Untergrund absacke, erklärte das Verkehrsministerium.

Damit müssen Autofahrer auf der wichtigen West-Ost-Verbindung für längere Zeit in beiden Fahrtrichtungen zwei Umleitungen zwischen den Abfahrten Bad Sülze und Tribsees in Kauf nehmen, wie das Schweriner Verkehrsministerium im Vorfeld mitgeteilt hatte. Auch ein Ausweichen auf die Bundesstraßen 105 und 110 ist möglich. 

Reparatur wird mehrere Jahre dauern

In rund vier Wochen soll zudem eine Behelfsausfahrt die Umleitung weiter verkürzen. Mit der Bauvorbereitung sei bereits begonnen worden, hieß es.

Nach derzeitigen Plänen soll im Sommer 2018 eine Behelfsbrücke zur Verfügung stehen, um die Umleitungsstrecken zu entlasten. Für die endgültige Reparatur der A20 wird mit einer Dauer von mehreren Jahren gerechnet.

Auf der Fahrspur in Richtung Rostock war auf einer Länge von etwa 100 Metern die auf Moor gebaute Fahrbahn abgebrochen. In diesem Abschnitt ist ein riesiges Loch von etwa 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Meter Tiefe entstanden. Der Verkehr Richtung Rostock wird schon seit Ende September umgeleitet. Die genaue Ursache für das Absacken ist noch unklar.

Lesen Sie hier einen Kommentar zum A20-Debakel.

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