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Hohe Abbrecherquote bei Lehramtsstudenten in MV

Nach dem bestandenen Abitur steht die große Entscheidung an: Studieren oder doch lieber eine Lehre machen?
Nach dem bestandenen Abitur steht die große Entscheidung an: Studieren oder doch lieber eine Lehre machen?
Armin Weigel

Für viele junge Leute beginnt der Weg ins Berufsleben mit einem Fehlstart. Die Landes-CDU sieht einen wesentlichen Grund dafür in der zu starken Orientierung auf die akademische Laufbahn.

Die Studienbedingungen für künftige Lehrer und die Berufsorientierung an den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns stehen parteiübergreifend in der Kritik. Neben den Oppositionsfraktionen von Linke und Grünen konstatierte am Montag auch die Regierungspartei CDU Defizite.

Alarmierend hohe Abbrecherquoten an den Universitäten des Landes legten den Schluss nahe, dass junge Leute nur unzureichend über Alternativen in der dualen Berufsausbildung Bescheid wüssten. „Das Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf setzt noch keine ausreichenden Anreize für eine berufliche Ausbildung“, beklagte der CDU-Abgeordnete Wolfgang Waldmüller.

Weniger als die Hälfte schaffen die Prüfung

Die Debatte hatte sich zunächst an der hohen Zahl von Lehramtsstudenten entzündet, die die beiden Universitäten im Nordosten ohne Abschluss verlassen. Von 733 dieser Studenten, die im vergangenen Studienjahr exmatrikuliert wurden, hätten nur 330 ihr Studium nach bestandener Prüfung beendet, teilte der Grünen- Landtagsabgeordnete Johannes Saalfeld mit.

Er berief sich auf Daten aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Auch wenn ein Teil der Studenten die Hochschule gewechselt habe, sei die Zahl der Lehramtsstudenten ohne Abschluss alarmierend, sagte Saalfeld. Er forderte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) auf, gemeinsam mit den Hochschulen Wege zu finden, die mehr Studierende erfolgreich zu einem Abschluss führen.