BESONDERE RINDER

Vorpommer ist bester Fleischrinderhalter Deutschlands

Christian Rohlfing ist für seine Rinderhaltung ausgezeichnet worden. Der 42-Jährige hat eine Leidenschaft für Pustertaler Sprinzen, die er beim Skiurlaub entdeckt hat.
Christine Gerhard Christine Gerhard
Christian Rohlfing hält über 300 Mutterkühe.
Christian Rohlfing hält über 300 Mutterkühe. Timo Jaworr
Rohlfings Motto lautet: „Wir machen Gras zu Genuss.”
Rohlfings Motto lautet: „Wir machen Gras zu Genuss.” Timo Jaworr
Bad Sülze.

Der beste Fleischrinderhalter Deutschlands kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. Christian Rohlfing ist für sein Gut Bad Sülze in Vorpommern mit dem Ceres-Award, einer Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen von Landwirten in Deutschand, prämiert worden.

Dort hält der 42-Jährige über 300 Mutterkühe, darunter auch vom Aussterben bedrohte Rassen wie das Fränkische Gelbvieh oder die Pustertaler Sprinzen. Letztere sind ihm beim Skiurlaub in den Alpen wegen ihrer exklusiven Fellzeichnung aufgefallen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Auch dank ihres „ruhigen, mütterlichen Wesens” grasen einige dieser Südtiroler jetzt an der Ostsee, ganzjährig.

Denn selbst im Winter haben seine Rinder Zugang zur Weide. Ihr Futter wird in dem 1.900 Hektar großen Betrieb erzeugt und nur für Mast- und Nachzuchtfärsen aus anderen biologischen Betrieben dazugekauft. Rohlfings Motto: „Wir machen Gras zu Genuss.”

Der Landwirt schlachtet nur, wenn das Rind zu 100 Prozent verwertet werden kann

Seine gut genährten Prachtexemplare zeigt er auf Tierschauen. Spezialisiert ist der ökologische Betrieb aber auf den Verkauf von hochwertigem Bio-Rindfleisch. Das Fleisch seiner Uckermärker Rinder nimmt ihm eine Burgerkette ab.

Der Familienvater schlachtet erst, „wenn sichergestellt ist, dass das Rind zu 100 Prozent verwertet werden kann.” Nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften findet er in der Landwirtschaft heute selbstverständlich.

Die Ceres-Jury hält seinen Betrieb dagegen deutschlandweit für herausragend. „Mit Mut und Disziplin hat er sich in einer neuen Region einen eigenen Familienbetrieb aufgebaut und diesen mit viel Schwung und Erfolg weiterentwickelt”, begründet die Jury die Entscheidung. Für Rohlfing sei die Rinderhaltung mehr als ein Betriebszweig. „In hohem Maße übernimmt der passionierte Rinderzüchter Verantwortung für seine Mitarbeiter, seine Tiere und die Umwelt. Damit bringt er Ökonomie und Ökologie perfekt zusammen“, so die Juroren über Rohlfing, der seit 2004 mit seiner Familie in Bassendorf lebt.

Rohlfing will das Ansehen der Landwirte stärken

Mit Christian Rohlfing geht zum zweiten Mal seit Beginn des Ceres Award im Jahr 2005 einer der Preise nach Mecklenburg-Vorpommern. 2016 gewannen Michael und Andreas Kühling aus Bentzin in der Kategorie Manager.

Der Ceres Award wird jedes Jahr durch eine Jury, bestehend aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren der Fachzeitschrift agrarheute sowie dem Sponsor der jeweiligen Kategorie, vergeben. In diesem Jahr gab es über 240 Bewerber aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Rohlfing hat in der Kategorie Fleischrinderhaltung gegen zwei Landwirte aus Wilhelmsdorf-Pfrungen in Baden-Württemberg und aus Mühldorf am Inn in der Kategorie Fleischrinderhaltung durchgesetzt.

Rohlfing hat sich beworben, weil er glaubt, „dass der Award dazu beiträgt, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir Landwirte ganz normale Leute sind.”

 

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