Betrug

Vorsicht! E-Mail oder SMS von der Bank ist gefälscht

Mehrfach waren Betrüger in den vergangenen Wochen erfolgreich. Um bis zu 45.000 Euro haben sie ihre Opfer gebracht. Die Polizei hat Tipps, wie man sich schützen kann.
Betrüger zocken derzeit vor allem im Landkreis Vorpommern-Rügen Menschen ab, die Online-Banking betreiben.
Betrüger zocken derzeit vor allem im Landkreis Vorpommern-Rügen Menschen ab, die Online-Banking betreiben. Ole Spata
Stralsund

Mit E-Mails und SMS bringen Betrüger derzeit vor allem im Landkreis Vorpommern-Rügen Menschen um ihr Geld. „In den vergangenen Wochen gelang es Betrügern mehrfach Geldsummen bis zu 45.000 Euro von ahnungslosen Kunden der Sparkasse und der Pommerschen Volksbank in unserer Region vom Konto abzubuchen”, teilte die Polizei am Freitag mit.

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Die Geschädigten kamen unter anderem aus Franzburg, Ribnitz-Damgarten, Prohn und Stralsund. In allen Fällen ähneln sich die Vorgehensweisen der bisher unbekannten Täter.

Die Betroffenen teilten der Polizei mit, dass sie in der Regel zunächst eine E-Mail ihrer vermeintlichen Bank erhielten. In diesen E-Mails wurde ihnen unter anderem mitgeteilt, dass das Tan-Verfahren abläuft oder sie ihre Daten überprüfen und personalisieren müssten. Über einen Link oder einen Button in der E-Mail gelangten die Betroffenen auf die augenscheinlich richtige Internetseite ihrer Bank.

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Hier registrierten sie sich mit den Zugangsdaten für ihren Online-Banking-Account. In einigen Fällen fand zusätzlich ein Telefonat mit einem angeblichen Mitarbeiter der Bank statt, in welchem er die weitere Vorgehensweise erklärte. Dazu erhielten einige Geschädigte im Vorfeld einen Sicherheits-PIN, welchen der Mitarbeiter zu Beginn des Telefonats nannte. Auf den Displays der Geschädigten erschien mitunter die exakte Telefonnummer ihrer Bankberater. Später erhielten die Geschädigten in der Regel eine vermeintliche SMS ihrer Bank, woraufhin sie sich erneut in ihrem Onlinebanking registrieren mussten.

Niemals Kontodaten eingeben oder Links öffnen

Direkt im Anschluss an die Registrierungen über die versendeten Links und Buttons wurden teils mehrere Abbuchungen von den Konten der Geschädigten vorgenommen und auf verschiedene Konten ins Ausland überwiesen. Hierbei handelte es sich in der Regel um Geldbeträge in vierstelliger Höhe. Kurze Zeit später konnten die Geschädigten nicht mehr auf ihr Online-Banking zugreifen.

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Die Polizei rät: Jeder sollte sein Konto vor dem Zugriff von Betrügern schützen. Wer einen Betrug vermutet, soll sich sofort an die Bank oder die Polizei wenden. Die Banken verschicken grundsätzlich keine E-Mails, in denen Kunden dazu aufgefordert werden, ihre Kontodaten einzugeben. „Grundsätzlich sollten sie niemals einen in der E-Mail enthaltenen Link anklicken oder beigefügte Dateianhänge öffnen. Aktuelle Warnhinweise und Infos über typische Tricks erhalten sie auf der Internetseite Ihrer Bank”, so die Polizei.

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