Interne Querelen
Vorstand des Reservistenverbandes MV tritt zurück

Der Reservistenverband Mecklenbrug-Vorpommern hat etwa 1100 Mitglieder.
Der Reservistenverband Mecklenbrug-Vorpommern hat etwa 1100 Mitglieder.
Marcel Kusch

Der Vorstand des Reservistenverbandes Mecklenburg-Vorpommern tritt geschlossen zurück. Zuletzt gab es immer mehr Kritik, auch am Umgang mit rechtsradikalen Umtrieben.

Der von internen Querelen gezeichnete Reservistenverband Mecklenburg-Vorpommern braucht einen neuen Vorstand. Der bisherige Vorsitzende Roland Heckt sowie die Vorstandsmitglieder Andreas Kolm und Jens Wermke reichten am Wochenende ihren sofortigen Rücktritt ein, wie ein Sprecher des Verbandes am Montag bestätigte.

In seinem Rücktrittsschreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, beklagt Heckt massive Diffamierungen seiner Familie, so dass ihm die Zuversicht auf ein gütliches Ende der internen Auseinandersetzungen abhanden gekommen sei. Landesschatzmeister Stefan Timm habe seinen Rücktritt zum Ende des Jahres angekündigt, teilte der Verbandssprecher mit.

„Unhaltbare Zustände” in Mecklenburg-Schwerin

Der Vorstand war seit seiner Wahl im vergangenen Jahr immer wieder für seine Amtsführung kritisiert worden. Kritiker warfen ihm etwa einen zu laxen Umgang mit rechtsradikalen Umtrieben vor. In einem Facebook-Eintrag auf der Seite des Reservistenverbandes ging Heckt nun zum Angriff über: In der Kreisgruppe Mecklenburg-Schwerin herrschten „unhaltbare Zustände“, den Verantwortlichen sei die Kontrolle über weite Strecken verloren gegangen. Der Bundesverband wies diese Kritik entschieden zurück.

Im Oktober 2018 waren vier Mitglieder aus dem Verband ausgeschlossen worden. Ihn wurden rechtsextremistische Aktivitäten vorgeworfen. Vorher hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Friedriszik hat seine Mitgliedschaft im Reservistenverband gekündigt. Seine Begründung: „Der ehemalige Vorsitzende des Landesverbandes, Helge Stahn, hatte sich zum Ziel gesetzt, rechtsextremistische Mitglieder aus dem Verband zu entfernen. Doch dieser Kampf ging verloren und wird von seinem Nachfolger offenbar auch nicht fortgesetzt. Stattdessen existieren die alten Netzwerke von Rechtsextremisten weiter und dehnen sich auch aus.“

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels wurde die Kreisgruppe Mecklenburg-Strelitz genannt. Gemeint war die Kreisgruppe Mecklenburg-Schwerin. Der Fehler wurde korrigiert.

Kommentare (1)

Was für ein Reservistenverband? Etwa von Ursels Gurkentruppe?