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Wackerow stimmt erneut gegen Fusion

Vom Greifswalder Rathaus aus werden auch künftig nicht die Geschicke Wackerows gelenkt.
Vom Greifswalder Rathaus aus werden auch künftig nicht die Geschicke Wackerows gelenkt.
Jens Büttner

Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre sollten die Bürger von Wackerow entscheiden, ob ihre Gemeinde mit der Stadt Greifswald fusioniert.

Eine Fusion der Gemeinde Wackerow mit der Hansestadt Greifswald ist knapp gescheitert. Rund 51 Prozent der Wackerower Einwohner über 16 Jahren sprachen sich in einem am Sonntag zu Ende gegangenen Bürgerentscheid gegen eine Fusion ihrer hoch verschuldeten Gemeinde mit der benachbarten Hansestadt aus, 49 Prozent dafür. Bereits im Jahr 2013 war ein Bürgerentscheid zu einer Fusion gescheitert. Damals waren 60 Prozent der Einwohner gegen eine Fusion.

Bürgermeister Manfred Hering (CDU) freute sich über die hohe Wahlbeteiligung von 81,1 Prozent, bedauerte aber das Ergebnis. Mit einer Fusion sollte die Stadtrandgemeinde Wackerow schuldenfrei und damit wieder handlungsfähig werden. Gemeindefusionen sind in Mecklenburg-Vorpommern seit jeher sehr umstritten. Die Landesregierung fördert Fusionen mit großzügigen "Geldgeschenken" für die Gemeinden.

In Neuenkirchen ebenfalls Ablehnung zu Fusionsplänen

In der Nachbargemeinde Neuenkirchen fand parallel zu dem Bürgerentscheid ein Begehren zur Bildung einer Großgemeinde mit Wackerow und weiteren Gemeinden des Amtes Landhagen statt. Dort sprachen sich 61,5 Prozent (674 von 1096 Stimmen) für eine Aufhebung des Beschlusses zur Bildung einer Großgemeinde mit den anderen Umlandgemeinden Greifswalds aus, wie ein Sprecher des Amtes sagte. Wie es nun weitergehen soll, wollen die Gemeindevertretungen in der kommenden Woche beraten.