Vor dem Werk des Automobilzulieferers Flamm Aerotec haben sich am 28. Juli die Mitarbeiter zu einem Warnstreik eingefunden. Di
Vor dem Werk des Automobilzulieferers Flamm Aerotec haben sich am 28. Juli die Mitarbeiter zu einem Warnstreik eingefunden. Die IG Metall hatte zu der Aktion aufgerufen, um nach der angekündigten Schließung des Werks Ende 2020 bessere Konditionen für das Ausscheiden der über 100 Mitarbeiter zu erreichen. Bernd Wüstneck
Arbeitskampf

Warnstreik bei Autozulieferer angekündigt

Das Unternehmen Flamm Aerotec in Laage bei Rostock schließt zum Jahresende seinen Standort. Jetzt gibt es Streit um die Höhe der Abfindungen.
Laage

Der Streit um die soziale Absicherung der Beschäftigten des Autozulieferers Flamm Aerotec in Laage bei Rostock geht weiter: Die IG Metall ruft die Mitarbeiter für Montag zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Das Unternehmen hatte angekündigt, sein Werk in Lage mit derzeit mehr als 100 Beschäftigten zum Jahresende schließen zu wollen.

Die IG Metall kritisiert, dass bei den Abfindungen nach zwei Verhandlungsrunden das Angebot des Arbeitgebers weiterhin bei 0,5 Bruttomonatsgehälter je Beschäftigungsjahr stehe. Zudem solle diese Abfindung noch um die Kosten der Transfergesellschaft gekürzt werden. Am Ende würden viele Kollegen leer ausgehen, warnte die Gewerkschaft. „Bei der 3. Verhandlung am 27.August erwarten wir ein verhandlungsfähiges Angebot von den Arbeitgebern, ansonsten werden wir die Urabstimmung für den Erzwingungsstreik beantragen”, sagte Stefan Schad, Geschäftsführer der IG Metall Rostock-Schwerin. „Die Kolleginnen und Kollegen sind sauer, viele sind seit über 20 Jahren hier beschäftigt und sollen jetzt über die kalte Küche abserviert werden,“ so Kirsten Flohr, Betriebsratsvorsitzende bei Flamm Aerotec.

Flamm Aerotec ist Spezialist für Komponenten aus Aluminium für die Automobilindustrie. Nach Angaben der Geschäftsführung schreibt das Unternehmen seit Jahren Verluste. Die Corona-Krise habe die Lage zusätzlich verschärft.

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