TARIFSTREIT IN MV

Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr geht weiter

Am Mittwoch streikten die Busfahrer in Greifswald, am Donnerstag trifft es die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen: Die Gewerkschaft Verdi ruft weiter zum Ausstand auf.
Der Streik im öffentlichen Nahverkehr in MV geht weiter.
Der Streik im öffentlichen Nahverkehr in MV geht weiter. Monika Skolimowska
Schwerin.

Auch am Donnerstag geht der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in MV weiter. Die Gewerkschaft Verdi hat die Busfahrer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen GmbH (VVR) zu Ausstand aufgerufen. „Wir hätten die Warnstreiks gerne frühzeitiger angekündigt. Leider hat der KAV das abgelehnt, weil es keine Bereitschaft gab, gleichzeitig eine Vereinbarung zu treffen, dass die Unternehmen die frühere Ankündigung nicht nutzen, um Streikbrecheraktivitäten zu planen, wie in der ersten Warnstreikrunde geschehen”, so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von Verdi Nord.

Am Mittwoch hatten die Busfahrer in Greifswald gestreikt, die Stadtbusse fuhren nicht. Am Dienstag hatte es die Kreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim gertroffen. Die Gewerkschaft fordert für die landesweit rund 1500 Mitarbeiter von Nahverkehrsbetrieben 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro. Busfahrer in Schleswig-Holstein würden rund 250 Euro mehr verdienen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hält die Forderung nach einer Anpassung für nicht berechtigt. Es sei ein Spartentarifvertrag entsprechend der jeweiligen landesspezifischen Bedingungen vereinbart. Die Arbeitgeber hätten mit dem Angebot einer Steigerung von 4,4 Prozent ein deutliches Signal ihrer Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Die Gewerkschaft sollte von ihren unrealistischen Forderungen Abstand nehmen. Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Montag fortgesetzt.

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