Unwetter

Warnung vor schweren Gewittern mit Hagel und Starkregen

Am Donnerstag ziehen Gewitter mit Starkregen, Sturmböen sowie Hagel über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Der Deutsche Wetterdienst hat eine entsprechende Warnung herausgegeben.
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Unwetterwarnung für MV, Brandenburg und Berlin: Am Donnerstag drohen heftige Gewitter (Symbolbild).
Unwetterwarnung für MV, Brandenburg und Berlin: Am Donnerstag drohen heftige Gewitter (Symbolbild). Julian Stratenschulte
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Neubrandenburg.

Der schöne Schein trügt: Während sich der Vormittag noch heiter zeigt, brauen sich ab Donnerstagmittag über Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg starke Gewitter zusammen. Dabei kann es laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu heftigem Starkregen mit Regenmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen.

Mit den Gewittern am Nachmittag ist eine rasche Abkühlung auf 16 bis 20 Grad zu erwarten. Auch Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h sowie Hagel (Korngrößen um zwei Zentimeter) sind vorhergesagt. Diese seien jedoch lokal eng begrenzt.

Mehr zum Thema: Hagel und Gewitter über Neubrandenburg (Video).

Waldbrände in Brandenburg

In den östlichen Bundesländern „wird's noch mal heftig heute”, sagte dennoch der Meteorologe Marcus Beyer vom DWD. Die Gewitter würden in der zweiten Tageshälfte aber auch größere Niederschläge bringen, etwa nach Brandenburg, wo bei Hitze und Trockenheit in den vergangenen Tagen mehrere Waldbrände ausgebrochen waren.

Lokal könne es aber auch trocken bleiben und schon am Wochenende werde sich die Waldbrandgefahr ohnehin wieder erhöhen. Bis zu den Gewittern könnten zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen erneut bis zu 31 Grad erreicht werden, sagte Beyer.

In der Nacht zum Freitag sind nur für den äußersten Osten anfangs noch starke, vereinzelt unwetterartige Gewitter, vorhergesagt, die jedoch zügig ostwärts abziehen sollen.

Westdeutschland kann hingegen nach mehreren Nächten mit Blitz und Donner am Donnerstag durchatmen. Eine Kaltfront ziehe von Westen her über Deutschland und bringe eine spürbare Abkühlung in der westlichen Landeshälfte auf um die 20 Grad, sagte der Marcus Beyer am Donnerstagmorgen. Gewitter seien dort dann zunächst nicht mehr zu erwarten.

Ein Haus in Boizenburg ist nach einem heftigen Gewitter am Mittwoch nicht mehr bewohnbar. Denn ein Blitz hatte dort eingeschlagen und einen verheerenden Brand ausgelöst.

Größter Waldbrand seit der Wende

In der Nacht zu Donnerstag hatte die Feuerwehr im Kampf gegen die Flammen einen Erfolg erzielt und einen bis zu 60 Hektar großen Waldbrand bei Hennickendorf gelöscht. Etwa 30 Kilometer entfernt brannten etwa 600 Hektar Wald – nach Einschätzung des Umweltministeriums in Potsdam war das der größte Waldbrand in Brandenburg seit der Wende.

In der Nacht zu Donnerstag war der Brand zwar unter Kontrolle, konnte aber weiterhin nicht gelöscht werden, unter anderem weil im Brandgebiet, einem früheren Truppenübungsplatz, zahlreiche Munitionsreste vermutet wurden.

Über die Westhälfte war in der Nacht zu Donnerstag erneut ein großer Gewitterkomplex gezogen und hatte für Starkregen mit bis zu 28 Litern pro Stunde und Quadratmeter gesorgt. Auf seinem Weg von Frankreich über die Benelux-Staaten bis an die Deutsche Nordseeküste entlud das Gewitter seine Energie in mehr als 177.000 Blitzen.

Auswirkungen auf die Bahn

Die Bahn hatte am Abend vor Einschränkungen des Bahnverkehrs gewarnt. Neben kleineren Verzögerungen durch Blitzschlag seien die aber ausgeblieben, sagte ein Bahn-Sprecher am Donnerstagmorgen. Einzig im Saarland, zwischen Neunkirchen und Ottweiler sei am Morgen noch mit Verzögerungen im Regionalverkehr zu rechnen. Hier war ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt.

Auch in den Nächten zuvor waren in Folge großer Temperaturunterschiede in Europa schon große Gewitter über den Westen und Südwesten gezogen. Damit sei dort nun erstmal Schluss, sagte DWD-Meteorologe Beyer. In der Nacht zu Freitag erwartete der Meteorologe dort zum ersten mal seit mehreren Nächten Temperaturen im einstelligen Bereich. „Da kann Westdeutschland nachts endlich mal wieder richtig durchlüften”.

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