Wer hat sowas schon gesehen? Die Nachbildung eines toten Buckelwals liegt im Greifswalder Dom.
Wer hat sowas schon gesehen? Die Nachbildung eines toten Buckelwals liegt im Greifswalder Dom. Maximilian Lill
Das Tier wurde in Lebensgröße nachgebildet.
Das Tier wurde in Lebensgröße nachgebildet. Maximilian Lill
Bis Ende August ist der Wal kostenlos zu sehen.
Bis Ende August ist der Wal kostenlos zu sehen. Maximilian Lill
Kunst in Kirche

Was für ein Anblick – toter Wal im Greifswalder Dom

Vor dem Altar des Gotteshauses liegt die Skulptur eines gestrandeten Buckelwals – lebensgroß nachgebildet, gezeichnet von Kämpfen und Unfällen.
Greifswald

Ein Wal im Greifswalder Dom: Touristen und andere Besucher wundern sich seit dieser Woche, was da in gigantischen Ausmaßen im Kirchenschiff liegt. Seit Anfang August ist die 14 Meter lange Skulptur zu bestaunen.

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Die Installation stammt vom israelischen Bildhauer Ghil Shachar und zeigt die lebensgroße Abformung eines Buckelwals. Die Vorlage stammt aus Südafrika. Ein Wal, der auf natürliche Weise ums Leben kam. Entsprechend lebensecht sind die Details der Installation vor dem Altar. An dem Wal sind etwa Bissspuren von Haien und Schnitte von Schiffsschrauben erkennbar. So liegt der lebensgroße Wal grau vor dem Altar in der Mitte des Doms und fügt sich erstaunlich gut auf dem grauen Boden in das Gesamtbild des Doms ein.

Bei Greifswald strandete mal ein Buckelwal

Und warum das alles? Die Idee, die Walskulptur in Greifswald aufzustellen, ist entstanden, als man bei Sanierungsarbeiten in den Greifswalder Kirchen Walfresken fand. Möglicherweise beziehen die sich auf ein historisches Ereignis: Der Geschichte nach strandete ein Wal 1545 an der Ostseeküste Greifswalds. Das spektakuläre Ereignis inspirierte Künstler zu den Wal-Symbolen und Malereien in Greifswalder Kirchen.

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Ghil Shachar schuf die Skulptur bereits 2018 im Rahmen des Cast Whale Project. Sie ist nun Teil des Kunstprojektes GreifsWalder Resonanzen, welches mit einem Begleitprogramm aus Führungen, Workshops und Aktionen das Ziel verfolgt, möglichst unterschiedliche Menschen in Greifswald aktiv an Kunst und Kultur zu beteiligen und die Handlungsräume von Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen. Die Ausstellung im Dom St. Nikolai ist noch bis zum 29. August Montag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr und Sonntag von 11.30 bis 16 Uhr kostenlos zu besichtigen.

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