Bomben-Entschärfung

Was Sie bei der Evakuierung in Rostock beachten müssen

Nachdem am Montag eine Weltkriegsbombe in Rostock gefunden wurde, müssen am Mittwochvormittag 10.000 Einwohner die Innenstadt verlassen. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie aufgelistet.
Fabian Beyer Fabian Beyer
Zur Entschärfung der Bombe in Rostock wurde für Mittwoch ein Evakuierungsbereich im Umkreis von bis zu 1000 Metern festgelegt.
Zur Entschärfung der Bombe in Rostock wurde für Mittwoch ein Evakuierungsbereich im Umkreis von bis zu 1000 Metern festgelegt.
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Rostock.

Auf einer Baustelle in der August-Bebel-Straße in Rostock wurde am Montag Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Zur Entschärfung wurde für Mittwoch ein Evakuierungsbereich im Umkreis von bis zu 1000 Metern festgelegt (siehe Karte). 10.000 Rostocker werden davon betroffen sein. Eine Einfahrt wird nur noch bis 7.30 Uhr möglich sein, wie die Stadt Rostock am Dienstag mitteilte. Das Evakuierungsgebiet muss bis 8 Uhr verlassen werden.

Wie lange die Evakuierung dauert, kann derzeit noch genau abgeschätzt werden. Denn die Räumung der Munition kann erst beginnen, wenn die Innenstadt komplett evakuiert wurde. Für die Bürger steht ab 7 Uhr in der Stadthalle Rostock am Südring 90 eine Notunterkunft zur Verfügung.

Innenstadt soll weiträumig gemieden werden

Veränderungen ergeben sich für den Straßenverkehr. So ist die Zufahrt vom Weißen Kreuz in Richtung Steintor ebenso gesperrt wie die August-Bebel-Straße/Ernst-Barlach-Straße. Die Stadt empfiehlt, die Rostocker Innenstadt nach Möglichkeit weit zu umfahren (A20 und B105/Warnowtunnel). Dagegen bleibt die Ost-West-Verkehrsanbindung Am Strande/Warnowufer (L22) ebenso befahrbar wie der Abzweig in südliche Richtung Am Kanonsberg/Am Vögenteich/Südring und die Zufahrt vom Goetheplatz zum Hauptbahnhof. Die Verkehrssituation können Sie hier live verfolgen.

Straßenbahnen und Busse können ab 7.30 Uhr nicht mehr in das evakuierende Gebiet einfahren. Von den Veränderungen sind alle Rostocker Straßenbahnlinien, aber auch die Buslinien 22, 23 und Buslinien der Firma rebus betroffen. Dagegen ergeben sich für den Eisenbahnverkehr keine Veränderung. Weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls online.

Krankentransporte können beim Brandschutz- und Rettungsamt unter der speziell eingerichteten Rufnummer 0381 44075180 angefordert werden. Wenn möglich sollen Anmeldungen bis Dienstag um 16 Uhr abgegeben werden.

Drei Schulen haben schulfrei, Kitas geschlossen

Von der Evakuierung sind auch Schulen betroffen. So haben Schüler der St.-Georg-Schule, der Schule am Alten Markt und der Jenaplanschule am Standort Lindenstraße am Mittwoch schulfrei. Trotzdem wurden Betreuungsangebote eingerichtet. Schüler der St.-Georg-Schule können ins Innerstädtische Gymnasium am Goetheplatz 5/6. Schüler der Schule am Alten Markt werden in der Sporthalle an der Petrischanze betreut und Schüler der Jenaplanschule am Standort Lindenstraße können in die Jenaplanschule in der Blücherstraße. Bis spätestens 7.30 Uhr werden Schüler, die im Sperrgebiet wohnen, abgeholt. Wie zeitlich geplant sollen sie am Nachmittag dann wieder zurückgebracht werden.

Im evakuierten Bereich bleiben am Mittwoch alle Kindertagesstätten zunächst geschlossen. Ist diese beendet, entscheiden die Träger über eine mögliche Wideraufnahme des Betriebes.

Für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden die Maßnahmen der Evakuierung individuell zwischen den Heimleitungen und dem Brandschutz- und Rettungsamt abgestimmt.

Checkliste für Betroffene

Vor dem Verlassen der Wohnung:- Wasserhähne schließen- Gas- und Elektroherde abstellen, gegebenenfalls Gas, Wasser und Strom abstellen- Fenster und Türen schließen (im unmittelbar anliegenden Bereich gegebenenfalls Fenster angekippt lassen)- Unterbringung des Haustiers organisieren- gegebenenfalls Auto an einem sicheren Ort abstellen (gilt für die anliegenden Bereiche in der August-Bebel-Straße, Wallstraße und Hermannstraße)

Kommunikation:- Sind Familienangehörige und Freunde benachrichtigt, dass Sie nicht in der Wohnung sind?- Wissen Ihre Nachbarn von der Evakuierung? – Benötigen Ältere oder Kranke Hilfe?

Verpflegung:- ein bis zwei Liter Wasser pro Person einplanen (Restaurants und Geschäfte außerhalb des Evakuierungsgebiets haben wie üblich geöffnet)- Versorgung für mehrere Stunden (wahlweise genug Geld oder eine Geldkarte dabei haben)- bei Babys und Kleinkinder entsprechende Nahrung, Windeln, Spielzeug, weitere Hygieneartikel- gegebenenfalls notwendige Medikamente

Papiere:- Personalausweis- Geldkarte sowie Bargeld

Sonstiges:- Ladekabel und/oder Akku für das Mobiltelefon

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