WÖLFE IN MV

Wegen Paarung mit Hund abgeschossene Wölfin nicht trächtig

Eine Wölfin im Kreis Rostock wurde getötet, weil eine Vermischung mit Hunden nicht erlaubt werden sollte. Die Sektion des Tieres brachte nun überraschende Ergebnisse.
dpa
Eine Wölfin wurde im Landkreis Rostock erschossen, nachdem wiederholt eine Paarung mit einem Hund beobachtet worden war.
Eine Wölfin wurde im Landkreis Rostock erschossen, nachdem wiederholt eine Paarung mit einem Hund beobachtet worden war. Boris Roessler
Schwerin.

Eine nach der Paarung mit einem Hund nahe Schwaan (Landkreis Rostock) abgeschossene Wölfin ist nicht trächtig gewesen. Dies hätten die Sektion des Tieres im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin sowie weitere Untersuchungen ergeben, teilte das Umweltministerium in Schwerin am Donnerstag mit.

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Für den Abschuss hatte die Untere Naturschutzbehörde eine Sondergenehmigung erteilt, um eine Vermischung von Wolf und Hund zu verhindern. Dies hätte die Art Wolf gefährdet, argumentiert das Ministerium.

Fangversuche schlugen fehl

Zum Zeitpunkt der Entscheidung zum Abschuss der Wölfin hätten Anhaltspunkte vorgelegen, die eine erhebliche Gefahr einer Hybridisierung befürchten ließ. Aufnahmen von Wildtierkameras hätten eine wiederholte Paarung gezeigt.

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Der Abschuss in der Nacht vom 10. zum 11. April hat bei Wolfsschützern Kritik hervorgerufen. Das Ministerium verteidigt die Abschussgenehmigung. Vorherige Versuche, die Wölfin zu fangen und mit einem Sender zu versehen, seien fehlgeschlagen, hieß es. Die Möglichkeit, später die Wurfhöhle der Wölfin zu finden und der Hybriden so habhaft zu werden, sei als kaum umsetzbar bewertet worden.

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