CORONA-KRISE

Weitere Lockerungen in MV – Was ändert sich?

MV lockert die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter. Am Dienstag soll eine neue Verordnung verabschiedet werden. Eine Übersicht.
dpa
MV lockert die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter.
MV lockert die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter. Bernd Wüstneck
Schwerin.

Nach einem geringen Infektionsgeschehen auch in der Haupturlaubszeit, weitgehend gelungenem Schulstart und anhaltend wenigen Corona-Neuinfektionen lockert Mecklenburg-Vorpommern die Schutzvorkehrungen weiter. In Kürze dürfen auch wieder Tagesgäste ins Land kommen, für Bars endet die Zeit der Zwangsschließung und auch Märkte kann es wieder geben. Die Verordnung dazu soll am Dienstag im Kabinett verabschiedet werden.

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Eine Übersicht über den aktuellen Stand und die bevorstehenden Änderungen:

Tourismus

Nach monatelangem Einreiseverbot dürfen Tagestouristen von diesem Freitag (04.09.) an wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Damit können auch entfernte Verwandte und Freude wieder Familien in MV besuchen. Bislang gelten solche Ausflüge als illegal und können mit Bußgeldern bis zu 2000 Euro belegt werden. Der Übernachtungstourismus war schon Ende Mai wieder angelaufen. Hotels, Pensionen und Besitzer von Ferienwohnungen dürfen alle Betten vermieten. Eine Einreise aus sogenannten Risikogebieten ist aber grundsätzlich nicht gestattet. Ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt zählen als Risikogebiet, wenn dort innerhalb von sieben Tage mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert worden sind.

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Bußgeld für Maskenverweigerer

Das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer wird zum 4. September von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Obergrenze liegt unverändert bei 150 Euro. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist im öffentlichen Nahverkehr, im Einzelhandel, beim Friseur und in Arztpraxen vorgeschrieben. Auch an weiterführenden Schulen sollen Masken getragen werden, allerdings nicht während des Unterrichts. Kinder bis zum Schuleintritt müssen keine Masken tragen, wie auch Menschen, die ein ärztliches Attest vorlegen können.

Feiern

Zu privaten Feiern können weiterhin grundsätzlich 50 Menschen zusammenkommen. Bei besonderen Anlässen, wie etwa Hochzeiten und Jugendweihen, sind bis zu 75 Teilnehmer erlaubt. Bund und Land hatten sich in der Vorwoche nicht auf eine einheitliche Obergrenze einigen können. Laut Landesregierung ist das Tanzen bei Feiern erlaubt. Die Treffen können auch in Gaststätten stattfinden. Eine Gästeliste muss geführt und mindestens vier Wochen aufbewahrt werden.

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Schulen und Kitas

Im neuen Schuljahr gibt es täglichen Unterricht für alle Schüler, mindestens vier Unterrichtsstunden an Grund- und wenigstens fünf an weiterführenden Schulen. Für Schüler ab der 5. Klasse gilt Maskenpflicht während der Pausen im Schulgebäude und auf dem Schulhof sofern die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten werden können. Seit Anfang August sind die Kitas in Mecklenburg-Vorpommern wieder vollständig geöffnet.

Clubs

Clubs und Diskotheken dürfen vom 4. September an wieder öffnen, allerdings nur als Schankwirtschaften. Tanzveranstaltungen sind nach wie vor nicht erlaubt.

Kino und Theater

Zwischen Kino- und Theaterbesuchern muss vom 4. September an der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden. Wenn die Besucher Masken tragen, könnten die Sitzreihen wieder enger, mit jeweils einem Platz Abstand, besetzt werden.

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Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen weiterhin maximal 200 Menschen zusammenkommen, bei Veranstaltungen unter freiem Himmel sind es maximal 500. Die Gesundheitsbehörde kann Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen erteilen, dann sind drinnen bis zu 400 Menschen möglich, im Freien maximal 1000 Menschen.

Sport

Sportvereine können grundsätzlich trainieren, egal ob in einer Sporthalle oder auf einer Sportanlage im Freien. Zuschauer dürfen bei Wettkämpfen dabei sein, mit Sportlern, Zuschauern, Trainern und Schiedsrichtern sind im Außenbereich insgesamt 500 Menschen zugelassen, 200 im Innenbereich. Auf Antrag können auch im Sport die Maximalzahlen verdoppelt werden. Über die Zulassung von Zuschauern bei Spielen in den Profiligen laufen Gespräche.

Märkte

Vom 1. Oktober an sollen auch wieder Märkte abgehalten werden können, sofern es das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen erlaubt. Damit gibt es auch grundsätzlich grünes Licht für Weihnachtsmärkte. Über die Zulassung der Märkte entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter auf Basis der eingereichten Veranstaltungs- und Hygienekonzepte. Die Maskenpflicht kann dabei im Einzelfall aufgehoben werden.

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Kommentare (2)

Ist es notwendig, zu diesem Artikel ein Bild zu veröffentlichen, wenn auf dem fotografierten Schild von vier Wörtern zwei falsch geschrieben sind ?

nur so kann man den Intellekt der uneingeschränkten Herrscherin Schwesig treffend darstellen.